Stadtbekannter Schläger befindet sich in Haft

Er hat auf seinen Vater geschossen und Partygäste, Autofahrer und Polizisten verprügelt. Jetzt wartet der 37-jährige Schweizer A.* auf seinen dritten Prozess.

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Mehrere Männer stürmen in eine Kontaktbar in der Luzerner Altstadt und schlagen den Barbetreiber zusammen. Selbst als der Mann bewusstlos am Boden liegt, treten sie noch auf Kopf und Bauch ein. «Sie trugen Handschuhe mit Stahleinlagen, Stahlkappenschuhe und hatten Schlagringe dabei», erinnert sich das Opfer. Der 46-jährige Mann erleidet unter anderem einen Schädelbruch, einen Milzriss und innere Blutungen. Zwei Notoperationen retten ihm das Leben. Ereignet hat sich der Vorfall am 30. Juni 2007, am Abend des Altstadtfestes. Kurze Zeit später verhaftet die Polizei den mutmasslichen Haupttäter: Es ist der damals 36-jährige A. aus Kriens. Wie die Polizei bestätigt, sitzt der Schweizer ein halbes Jahr nach dem Vorfall immer noch in Untersuchungshaft.

«Gefahr für die Allgemeinheit»
Grund für die verhältnismässig lange Dauer der Untersuchungshaft ist ein psychologisches Gutachten, das nach der Verhaftung erstellt wurde. «Dieses kam zum Schluss, dass er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt», sagt Beat Hess, der Anwalt des zusammengeschlagenen Barbetreibers. Deshalb werde A. vorderhand nicht aus der Untersuchungshaft entlassen. «Es ist aber möglich, dass es dafür auch noch weitere Gründe gibt», präzisiert Hess.

«Hoffnungsloser Schläger»
A. ist in Kriens und insbesondere in der Stadt Luzern seit Jahren als Schläger bekannt. Im Krienser Fussballstadion Kleinfeld hat er Stadionverbot; zudem verkehrte er Anfang der Neunzigerjahre in der Rechtsextremenszene. Hans Stutz, Journalist und Beobachter dieser Szene, bezeichnet ihn als «hoffnungslosen Schläger».

red.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.