STADTENTWICKLUNG: Die Stadt soll in die Höhe wachsen

Die Stadt Luzern soll wachsen, aber wie und wo? Der Stadtrat sieht die Lösung im Bau weiterer Hochhäuser und in der erweiterten Stadtregion.

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In der Stadt Luzern sollen mehr Hochhäuser gebaut werden. Im Bild: Das Hochhaus im Schönbühl. (Archivbild Ruth Tischler/Neue LZ)

In der Stadt Luzern sollen mehr Hochhäuser gebaut werden. Im Bild: Das Hochhaus im Schönbühl. (Archivbild Ruth Tischler/Neue LZ)

Vor der Allmend-Abstimmung wurde in der Stadt Luzern heftig über die geplanten Hochhäuser bei der Sportarena Allmend gestritten.

In den nächsten Wochen wird die Hochhaus-Diskussion fortgeführt, allerdings über das ganze Stadtgebiet. Anlass dazu ist das so genannte Raumentwicklungskonzept für Luzern, Grundlage für den künftigen Zonenplan der Stadt Luzern.

Nur noch Platz für weitere 3000 Einwohner
Stadtrat Kurt Bieder sagte gestern, wo Luzern der Schuh drückt: «Die schöne Landschaft reicht nicht. Luzerns Wirtschaft muss wachsen können. Wir haben zu wenig Flächen für moderne Wohnungsangebote und für Unternehmen. Die ziehen weg oder kommen nicht nach Luzern.»

Das Problem: Die möglichen Gebiete für weitere Wohn- und Arbeitszonen sind klein und würden maximal für 3000 weitere Einwohner ausreichen. Darum fährt der Stadtrat eine zweigleisige Strategie: Er ist froh um die Fusion mit Littau, denn dort gibts Bauland. Und er setzt stark auf eine «verstärkte raumplanerische Zusammenarbeit mit weiteren Gemeinden.»

Höhere Häuser bauen, Grünräume erhalten
In der Stadt selbst heisst das Zauberwort «innere Verdichtung». Da, wo schon gebaut ist, soll der Boden noch besser ausgenützt werden. Auch mit Hochhäusern oder mit so genannt «höheren Häusern» von 30 bis 35 Metern. «Diese Verdichtung ist eine Chance für Luzern», ist Baudirektor Kurt Bieder überzeugt.

Ruedi Frischknecht, Projektleiter Stadtentwicklung, sagt: «Mit höheren Häusern und mit einzelnen Hochhäusern kann man Stadtplätzen ein Gesicht geben, zum Beispiel am Pilatusplatz.»

Kurt Bieder erklärt: «Die Luzerner wollen die Grünräume erhalten. Das ist verständlich. Aber die Stadt muss sich trotzdem baulich entwickeln können, und wir müssen die drängenden Verkehrsprobleme lösen.» Das Raumentwicklungskonzept definiert deshalb Schlüsselareale für die weitere bauliche Entwicklung. Der Stadtrat sieht zum Beispiel die «dynamischen Wohn- und Arbeitsgebiete» zwischen Bahnhof Luzern und Allmend.

«Die gemeinsame Planung funktioniert»
Gemeindeammann Stefan Roth betonte gestern, dass die Gemeinde Littau und der Stadtrat Luzern in der Raumplanung bereits eng zusammenarbeiteten. «Wir erbringen den Tatbeweis, dass diese gemeinsame Planung funktioniert», sagte Roth.

«Dies könnte vertrauensbildend sein für Gemeinden wie Kriens, Horw und Emmen, mit denen Luzern in der Raumplanung künftig viel stärker zusammenarbeiten will», meinte der Littauer Gemeindeammann.

Ruth Schneider

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.