Stadtluzerner Parteien von links bis rechts kritisieren das Ende der Kartonsammlung für Jugendvereine

Nach der FDP und den Jungparteien kritisieren nun auch SP, Grüne, CVP und SVP den Entscheid des Stadtrates, die Kartonsammlung den Jugendvereinen zu entziehen.

Simon Mathis
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Luzerner Pfadis und Jublas dürfen laut Stadtratsbeschluss keinen Karton mehr einsammeln.

Luzerner Pfadis und Jublas dürfen laut Stadtratsbeschluss keinen Karton mehr einsammeln.

Symbolbild: Manuela Jans-Koch

Anfang Juli entschied der Luzerner Stadtrat, die Verantwortung für die Kartonsammlung von den Stadtluzerner Jugendorganisationen auf das Strasseninspektorat zu übertragen. Da die Kartonsammlung eine essenzielle Einnahmequelle für Pfadis und Jublas ist, hat sich gegen den Beschluss breiter politischer Widerstand formiert. Die FDP hat bereits Mitte August eine dringliche Motion eingereicht. Auch die Stadtluzerner Jungparteien appellieren in einer gemeinsamen Mitteilung an den Stadtrat, für die Vereine eine alternative Einnahmequelle zu finden oder die Sicherheitsvorkehrungen beim Kartonsammeln zu verbessern.

Nun ziehen weitere Parteien nach. Ein dringliches Postulat der SP, Grünen und CVP fordert vom Stadtrat unter anderem, «die Unterstützung der 15 städtischen Jugendorganisationen unabhängig einer bereits feststehenden konkreten Leistung für die Allgemeinheit in einem ähnlichen finanziellen Rahmen nahtlos weiterzuführen».

Die SVP äussert in einem weiteren dringlichen Postulat eine ähnliche Haltung: «Wir bitten den Stadtrat zu prüfen, sollte er an seinem Standpunkt festhalten, den Jugendorganisationen entsprechende Alternativen anzubieten, damit diese die wegfallenden Einnahmen kompensieren können.»