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Velos in der Stadt Luzern: Ab 2023 wird unterirdisch parkiert

Die Velostation im Untergrund kann jetzt im Detail geplant werden. Schon in vier Jahren soll sie eröffnet werden – zusammen mit der neu gestalteten Bahnhofstrasse. Doch es gibt noch mehrere Stolpersteine.
Robert Knobel
Die Bahnhofstrasse in Luzern. Hier werden jeweils hunderte Velos parkiert. Dank einer Velostation sollen sie in den Untergrund verschwinden. (Bild Pius Amrein, 4. Januar 2019)

Die Bahnhofstrasse in Luzern. Hier werden jeweils hunderte Velos parkiert. Dank einer Velostation sollen sie in den Untergrund verschwinden. (Bild Pius Amrein, 4. Januar 2019)

Die Stadtluzerner haben einen ersten Schritt zu einer unterirdischen Velostation gemacht, indem sie einen Projektierungskredit von 2 Millionen Franken mit 54,4 Prozent Ja-Anteil bewilligt haben. Allerdings fand die Velostation nicht überall Zustimmung. Die Quartiere Littau/Reussbühl, Schönbühl/Matthof sowie Teile des rechten Seeufers stimmten Nein und folgten damit der SVP, die das Referendum ergriffen hatte. «Dieses Muster sieht man häufig bei Mobilitäts-Themen: Die Aussenquartiere stimmen anders ab als die zentrumsnahen», sagt dazu Stadtrat Adrian Borgula (Grüne).

Unterwasser-Parking: Initianten kämpfen weiter «für die Interessen der Wirtschaft»

Borgula ist erleichtert darüber, dass die Stadt als Ganzes Ja gesagt hat. Für ihn zeigt dies klar, dass die Bevölkerung die Velostation will – und zwar so, wie sie vom Stadtrat skizziert worden war: als unterirdisches Veloparking mit 1100 Plätzen unter der Bahnhofstrasse. Der von privater Seite lancierte Vorschlag eines Unterwasser-Parkings sei nicht Teil der weiteren Planungen, so Borgula. Trotzdem werde man mit den Initianten zusammensitzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Initianten um den Wirtschaftsverband und die City Vereinigung zeigen sich enttäuscht über das Abstimmungsresultat. Das vorgesehene Projekt mit einer Velo-Rampe mitten in der Bahnhofstrasse beeinträchtige die Attraktivität der umliegenden Geschäfte, so die Befürchtung. André Bachmann von der City Vereinigung sagt: «Wir werden nun alles unternehmen, damit bei der Realisierung einer attraktiven Bahnhofstrasse auch die Interessen der Wirtschaft berücksichtigt werden.»

Neue Verkehrsführung für Parkhäuser Flora und Kantonalbank

Wie geht’s jetzt weiter? «Jetzt machen wir vorwärts», sagt Adrian Borgula. Der Zeitplan, die Velostation 2023 zu eröffnen, gelte weiterhin. Auf diesen Zeitpunkt hin soll auch die Umgestaltung der Bahnhofstrasse abgeschlossen sein – inklusive Sperrung für den Autoverkehr: Die Ausfahrt aus dem Parkhaus Flora, die heute über die Bahnhofstrasse führt, soll künftig über die Pilatusstrasse erfolgen. Die Baukosten für die Velostation werden auf 13.4 Millionen geschätzt. Darüber wird später noch das Parlament entscheiden und – falls das Referendum ergriffen wird – das Volk. Dies gilt auch für die Umgestaltung der Bahnhofstrasse. Sie wird 7 Millionen Franken kosten, und auch hier wäre ein Referendum möglich.

Noch nicht vollends geklärt ist die Frage der Verkehrsführung. Um die Bahnhofstrasse ganz autofrei zu machen, will der Stadtrat nicht nur das Parkhaus Flora über die Pilatusstrasse erschliessen, sondern auch das Kantonalbank-Parking. Letztere Neuerung hätte bereits im Juli umgesetzt werden sollen. Dagegen hat aber die Bank Beschwerde eingelegt (wir berichteten). Solange diese hängig ist, kann weder der hintere noch der vordere Teil der Bahnhofstrasse autofrei werden.

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