Stadtluzerner Trinkwasser wird teurer

Die Trinkwasserpreise in der Stadt Luzern werden auf den 1. Januar 2013 um durchschnittlich 15 Prozent erhöht. Energie Wasser Luzern (EWL) begründet diesen Schritt mit den hohen Investitionen für die Qualität und die Versorgungssicherheit.

Merken
Drucken
Teilen
Qualität hat ihren Preis: Die Stadtluzerner Bevölkerung muss für ihr Wasser künftig 15 Prozent mehr bezahlen. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Qualität hat ihren Preis: Die Stadtluzerner Bevölkerung muss für ihr Wasser künftig 15 Prozent mehr bezahlen. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Laut einer Medienmitteilung vom Mittwoch hat EWL in den letzten vier Jahren durchschnittlich 9,5 Mio. Franken in die Netzerneuerung und die Qualitätssicherung investiert. In den nächsten zehn Jahren stünden Investitionen von über 100 Mio. Franken an.

EWL sieht sich deshalb gezwungen, die Preise anzupassen. Durchschnittlich werde der Preis pro Kubikmeter Trinkwasser um 20 Rappen auf 1.55 Franken erhöht. Auch die Grundpreise werden von 138 auf 162 Franken pro Gebäude angehoben. Die letzte Preiserhöhung liegt drei Jahre zurück.

Der Wasserverbrauch bei den Endkunden sei seit 2003 um über 20 Prozent gesunken, schreibt EWL weiter. Das entspreche einem jährlichen Absatzrückgang von 2,5 Prozent. Diese Entwicklung sei ökologisch sinnvoll, stelle aber EWL vor Herausforderungen. Über 90 Prozent des Aufwandes seien fix. Die Leitungen müssten unabhängig von der Höhe des Verbrauchs gepflegt und erneuert werden.

Trotz Preiserhöhung zähle EWL immer noch zu den attraktiven Anbietern, heisst es in der Medienmitteilung. So seien sowohl der Wasserpreis wie auch der Grundpreis pro Gebäude in Bern, St. Gallen und Zug höher. In der Agglomeration Luzern ist Kriens teurer. Horw hat einen höheren Grundpreis, jedoch einen tieferen Kubikmeterpreis. Günstiger als in Luzern fährt, wer in Emmen lebt.

sda