STADTPRÄSIDENT: Urs W. Studer tritt 2012 wohl nicht mehr an

Der amtierende Luzerner Stadtpräsident Urs W. Studer wird in zwei Jahren vermutlich nicht mehr kandidieren. Und der «Fall Stocker» liegt ihm immer noch schwer im Magen.

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Urs W. Studer. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Urs W. Studer. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

«Das kann ich mir nur schwer vorstellen»: Dies ist die doch recht klare Antwort Studers auf die von der Pendlerzeitung «20 Minuten» im Rahmen eines Rückblicks auf das Jahr 2009 gestellte Frage «Werden Sie 2012 wieder als Stapi kandidieren?».

Noch nichts definitiv
Bei einer diesbezüglichen Nachfrage von «Radio Pilatus» relativierte der derzeitige «Stadtvater», wie er sich schon mehrmals in Reden nannte: «Für einen definitiven Entscheid ist es jedoch noch zu früh». Zumal ein solcher Entscheid auch von der persönlichen Gesundheit, dem familiären Umfeld und parteipolitischen Umständen abhängig sei.

Die Fusion hält Studer für einen Erfolg, wie er gegenüber «20 Minuten» weiter sagte. Nun gelte es sicherzustellen, dass das budgetierte Defizit nicht überschritten werde. Und: «Läuft alles rund, sollte die Fusion mit Adligenswil, Ebikon, Emmen und ­Kriens bis 2016 vollzogen sein.»

In Lausanne chancenlos
Noch immer unzufrieden zeigt sich Urs W. Studer über den «juristischen Fehlentscheid der Regierung» im «Fall Stocker». Der Regierungsrat war im vergangenen Juli zum Schluss gekommen, dass sich Studer mit seinem Telefonat in eine Littauer Gemeinderatssitzung aktiv in die Wahl um den letzten freien Stadtratssitz eingemischt hatte, für den sich auch der parteilose Littauer Beat Stocker beworben hatte. Infolgedessen wurde die Wahl von Stefan Roth annulliert und ein zweiter Wahlgang angesetzt. Kommentar Studers: «Diese Entscheidung hätte vor Bundesgericht nicht standgehalten.»

scd