Stadtpräsident will Chaoten hart anpacken

«Man kann es nie allen recht machen» – der neue Stadtpräsident Stefan Roth verrät, mit welchen Themen er die politische Agenda besetzen will.

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«Im Unterschied zur aufkommenden Sommerstimmung ist die politische Lage bewölkt.» Der neue Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth (51, CVP) im Gespräch am Reussufer. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

«Im Unterschied zur aufkommenden Sommerstimmung ist die politische Lage bewölkt.» Der neue Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth (51, CVP) im Gespräch am Reussufer. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Wenn Stefan Roth am 1. September das Luzerner Stadtpräsidium vom parteilosen Urs W. Studer übernimmt, ist für ihn die Teamarbeit in der neu zusammengesetzten Stadtregierung prioritär. «Es ist wichtig, dass alle fünf Stadträte am gleichen Strick ziehen und die gleichen Prioritäten setzen», wie er im Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung sagt.

Priorität in seiner politischen Agenda hat für den 51-jährigen CVP-Politiker das Thema Wohnen. Den Fokus will Roth aber auch auf Kulturfreiräume und auf den öffentlichen Raum mit den Brennpunkten Ausgang, Littering und Vandalismus legen. Roth sagt zu den aktuellen Vorkommnissen vom Montagabend vor dem KKL: «Solche Meldungen machen mich betroffen und wütend! Es kann nicht sein, dass einige wenige Chaoten randalieren und ein negatives Licht auf die Stadt werfen! Bestehende Gesetze müssen durchgesetzt werden.»

«Falsch verstanden»

Grössere Baustellen sieht der neue Stadtpräsident auch in der durch die Fusionsdiskussion belasteten Beziehung zu den Nachbargemeinden in der Agglomeration, im verbesserungsfähigen Austausch mit der Landschaft – und in der Zusammenarbeit mit dem Regierungsrat: «Wir fühlen uns von der Kantonsregierung manchmal falsch verstanden. Ich will darauf hinarbeiten, dass die Stadt vom Kanton ernster genommen wird.»

cb/jem

<span class="m-black">Das ganze Interview mit Stefan Roth lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung und als Abonnent auch kostenlos im E-Paper. </span>