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Stadtrat erteilt Zuschlag für Gesamtsanierung des Waldschwimmbads Zimmeregg

Das heutige Betriebsgebäude des Littauer Waldschwimmbades soll durch zwei kleinere Bauten ersetzt werden, die wie Bungalows daher kommen. Obwohl sie Sommerflair verbreiten, will der Stadtrat die Gebäude auch ausserhalb der Badesaison nutzen.
Simon Mathis
Das Waldschwimmbad Zimmeregg in Littau wird bis Juni 2022 saniert. Kostenpunkt: Rund 12,5 Millionen Franken. Im Bild die Wasserrutsche und das 50-Meter-Becken. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 2. Juli 2019)

Das Waldschwimmbad Zimmeregg in Littau wird bis Juni 2022 saniert. Kostenpunkt: Rund 12,5 Millionen Franken. Im Bild die Wasserrutsche und das 50-Meter-Becken. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 2. Juli 2019)

Die Gesamtsanierung des Waldschwimmbades Zimmeregg nimmt Gestalt an: Das heutige Betriebsgebäude der Badi soll zwei bungalowartigen Bauten weichen. Das sehen die Pläne von Brechbuehler Walser Architekten aus Zürich vor – ihnen hat der Luzerner Stadtrat im Rahmen eines Planerwahlverfahrens den Zuschlag erteilt. Das Projekt hat sich gegen 17 Bewerbungen durchgesetzt. In die engere Auswahl schafften es sechs. Die Mettler Landschaftsarchitektur AG aus Gossau und die Bäderplanung Josef Ottiger und Partner AG aus Rothenburg waren ebenfalls an der Planung beteiligt.

Das Waldschwimmbad an lauschiger Lage erfreut sich vor allem bei Familien grosser Beliebtheit und zieht alljährlich rund 26'000 Besucher an. Der Zustand der Anlage sorgte in der Vergangenheit jedoch für Kopfzerbrechen: Vor allem undichte Becken und Schadstoffe im Farbanstrich derselben führten zu den Sanierungsplänen, die nun konkret werden. Unter anderem wird die Verzweigung Zimmereggweg-Schwimmbadstrasse zu einem kleinen Platz erweitert, hinter dem das neue Hauptgebäude stehen wird. Dort soll neu auch der Haupteingang zur Badi sein. Das kleinere Nebengebäude ist östlich davon vorgesehen – anstelle des heutigen Betriebsgebäudes. Bei Besucherandrang wird auch das Nebengebäude zum Eingang. Das jetzige Betriebsgebäude sei betrieblich nicht sinnvoll aufgeteilt, die beiden neuen Gebäude schaffen eine moderne und effizientere Infrastruktur, sagt Baudirektorin Manuela Jost (GLP).

Nutzung auch ausserhalb der Saison

Der Stadtrat will die beiden Bauten auch ausserhalb der Badesaison nutzen. Das Hauptgebäude – eine Art Waldhütte mit Buvette – soll Passanten als Gartenrestaurant zur Verfügung stehen. Wie lange ein gastronomisches Angebot an dieser Stelle sinnvoll sei, das sei eine betriebliche Frage, die man noch klären müsse, sagt Jost. «Unser Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und über die Sommersaison hinaus zu verlängern.»

Das Nebengebäude kann etwa für private Feste gemietet werden. «Überzeugend für den Stadtrat ist, dass sich das Projekt optimal in die Wiesen- und Waldlandschaft eingliedert», sagt Jost. «Nur schon die neue Eingangssituation wird eine markante Verbesserung sein.»

Neue Rutschbahn an neuem Ort

Der Vorplatz an der Weggabelung wird auch durch die Verkleinerung des 50-Meter-Beckens möglich; nach dem Umbau wird es nur noch halb so gross sein. Das künftige 25-Meter-Becken schafft zudem Platz für weitere Liege- und Sitzplätze. Der Bedarf für ein langes Becken sei nicht mehr gegeben, argumentierte der Stadtrat bereits vor einem Jahr. In der Umgebung gebe es mehrere 50-Meter-Becken, so etwa in Kriens und in Sursee.

Die Hallenbad Luzern AG, welche die Zimmeregg-Badi für die Stadt Luzern führt, nimmt die Pläne mit Vorfreude auf. «Wir freuen uns, einen solch neuen Betrieb zu gestalten und unseren Gästen in Zukunft eine zeitgemässe Anlage mit vielen Attraktionen anzubieten», sagt Geschäftsführer Reto Mattmann. «Der Gedanke soll weg vom Schwimmbad in Richtung Badi für die Freizeit gehen.» Die heutige Rutschbahn wird durch eine neue ersetzt. Sie kommt neben dem Nichtschwimmerbecken zu stehen. Auch ein Wasserspiel für Kinder soll entstehen.

Der Stadtrat rechnet damit, dass die baulichen Massnahmen insgesamt rund 12,5 Millionen Franken kosten. Voraussichtlich im Frühling 2020 wird der Grosse Stadtrat über den Baukredit befinden. Die Sanierungsarbeiten sollen im September 2021 beginnen und Mitte 2022 beendet sein.

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