Stadtrat für regionalen Sozialinspektor

Der Luzerner Stadtrat will keinen eigenen Sozialinspektor zur Aufdeckung von unrechtmässigen Sozialhilfebezügen einstellen. Die regionale Lösung habe sich bewährt, schreibt er zu einem Postulat von Grossstadtrat Jörg Krähenbühl (SVP).

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Luzern. Die SVP verlangt in ihrem Vorstoss, dass die Stadt in ihrer Verwaltung die Stelle eines Sozialhilfeinspektors schaffe. Sie geht davon aus, dass dieser durch seine Arbeit das Sozialbudget entlasten würde.

Die Stadtregierung lehnt das Postulat ab, wie sie am Dienstag mitteilte. Die regionale Lösung mit dem Sozialinspektor von Emmen LU habe sich positiv entwickelt, die Anstellung eines eigenen Sozialinspektors sei deshalb nicht vordringlich. Falls nötig, könnten auch private Detektive eingesetzt werden.

Der Emmer Sozialinspektor arbeitet zu 20 Prozent für die Stadt Luzern. 2011 erhielt er von der Stadt sieben Aufträge, drei Mal konnte er einen unrechtmässigen Sozialhilfebezug beweisen. Insgesamt handelte es sich um knapp 53'000 Franken. Für 2012 liegen noch keine definitiven Zahlen vor.

Die Stadt setzt den Sozialhilfeinspektor nur in schwierigen Fällen ein, in denen ein erheblicher Verdacht auf unrechtmässigen Sozialhilfebezug besteht. Mit den normalen Kontrollmechanismen würden die Sozialen Dienste mehr Fälle von unrechtmässigem Sozialhilfebezug aufdecken als durch die Tätigkeit des Sozialinspektors, schreibt der Stadtrat.

sda