Stadtrat hält am Hochhaus Steghof fest

Für die Luzerner Stadtregierung ist das Gebiet Steghof ein geeigneter Ort für ein 45 Meter hohes Hochhaus. Sie lehnt deshalb eine Volksmotion ab, die verlangt, dass der Hochhausstandort Steghof nicht in die Bau- und Zonenordnung (BZO) aufgenommen wird.

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So stellen sich die Planer das Gebiet Steghof inklusive Hochhaus vor. (Bild: PD)

So stellen sich die Planer das Gebiet Steghof inklusive Hochhaus vor. (Bild: PD)

Nach Ansicht der Motionäre besteht an einem Hochhaus im Steghof kein öffentliches Interesse, an der Verhinderung eines solchen Baus dagegen schon. Die Vorteile eines Hochhauses seien viel kleiner als die Vorteile. Das Ortsbild und die Lebensqualität würden beeinträchtigt.

Der Stadtrat möchte in der neuen BZO Hochhäuser in den Gebieten Steghof, Bundesplatz, Pilatusplatz und Seeburg zulassen. Er begründet dies mit dem knappen Platz in Luzern. Da es in der Kernstadt keine ausgedehnten Brachflächen gebe, müsse dichter und höher gebaut werden. Der Steghof sei zudem ein wichtiges Gebiet, damit sich die Stadt wirtschaftlich entwickeln könne.

Der Stadtrat sichert den Motionären zu, dass ein Hochhaus nur gebaut werden könne, wenn die Qualität stimme. So sei ein Gestaltungsplanverfahren nötig, und er werde sich dafür einsetzen, dass negative Auswirkungen wie die Beschattung möglichst gering blieben.

Kommt es zu einer Volksabstimmung über die BZO, so will der Stadtrat es nicht ausschliessen, dass separat über die Hochhausstandorte abgestimmt werden kann.

sda