STADTRAT: Jetzt greift Franz Müller zum Kochlöffel

Er hat heute seinen letzten Arbeitstag als Luzerner Stadtrat, hat sich aber bereits ein neues Büro gemietet. Franz Müller verrät, was er ab Januar tut und lässt.

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Der abtretende Stadtrat Franz Müller. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der abtretende Stadtrat Franz Müller. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Müller tritt nach 18 Jahren als städtischer Finanzdirektor zurück. «Ich hänge die Politik an den Nagel. Unwiderruflich und ohne Zorn.» Kochen sei ein wunderbarer Ausgleich zur Politik, betont der 60-Jährige. Statt Aktenberge zu studieren, könne er beim Kochen «frei ausprobieren». Seiner Frau Maja komme er dabei nicht ins Gehege, «sie ist stark im Backen, wir ergänzen uns prima».

Es müsse schön sein, einfach mal an einem Werktag, wenn die Sonne scheint, spontan Ski fahren zu gehen, schwärmt Müller. Bewegung in der Natur, auch Schneeschuhlaufen und Wandern, sind seit Jahren seine Leidenschaft. Und Lesen. Wirtschaftspolitik, Weltpolitik, Bücher über und von Helmut Schmidt und Barack Obama, und dazu auch Krimis und Belletristik.

Ruhestand ist ein Wort, das schlecht zu Franz Müller passt. «Ich habe bei der Messe auf der Allmend ein Büro gemietet und werde die nächsten Jahre sicher noch aktiv bleiben», verrät er. Mit dem Messewesen ist er seit über 30 Jahren eng verbunden. Darum bleibt er dort auch im Verwaltungsrat. «Ich brauche eine Tagesstruktur», sagt er, und: «Ich nehme mir als Faustregel vor, maximal noch 50 Prozent zu arbeiten.»

Ruth Schneider/Neue LZ