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STADTRAT: SP und SVP suchen eigene Kandidaten

Die drei Favoriten der CVP kommen bei den meisten Parteien gut an. Dennoch könnte es zu Angriffen von links und rechts kommen.
Stefan Dähler
Diese drei signalisieren Interesse am Amt des Stadtrats (von links): Franziska Bitzi Staub, Pia Maria Brugger Kalfidis und Roger Sonderegger. (Bilder Neue LZ/PD/Urs Hanhart)

Diese drei signalisieren Interesse am Amt des Stadtrats (von links): Franziska Bitzi Staub, Pia Maria Brugger Kalfidis und Roger Sonderegger. (Bilder Neue LZ/PD/Urs Hanhart)

Stefan Dähler

Franziska Bitzi Staub, Pia Maria Brugger Kalfidis und Roger Sonderegger – diese drei CVP-Mitglieder sind an einer Kandidatur für den Luzerner Stadtrat interessiert (Ausgabe von gestern). Offen ist, ob sie die Unterstützung der anderen Parteien erhalten. Die SP sendet schon mal klare Signale aus: Ob man eine eigene Kandidatur lanciert, hänge von den Positionen der CVP-Aspiranten ab, sagt Präsident Claudio Soldati. Im Zentrum stehe die Haltung zur Förderung des bezahlbaren Wohnraums, des ÖV sowie des Veloverkehrs.

«Bis jetzt ist mir keine der Personen in diesen Fragen besonders positiv aufgefallen. Wir werden aber sicher mit ihnen das Gespräch suchen», sagt Soldati. Grundsätzlich würden alle genügend Erfahrung mitbringen. Er habe aber auch Kontakt mit SP-Parteimitgliedern aufgenommen und nachgefragt, ob sie Interesse an einer Kandidatur hätten. Namen nennt er noch keine.

SVP bevorzugt Bitzi Staub

Ähnlich tönt es bei der SVP. Man sei auf der Suche nach möglichen Kandidaten, sagt Präsident Peter With, der bei den vergangenen Stadtratswahlen erfolglos kandidiert hat. Ob er selbst zu diesen potenziellen Kandidaten gehört, lässt With offen. Er betont, dass die SVP «genauso wie die CVP Anspruch auf einen Sitz im Stadtrat» habe. Eine stille Wahl für solch ein wichtiges Amt wäre «schon etwas aussergewöhnlich».

Von den CVP-Aspiranten bevorzugt die SVP «am ehesten» Franziska Bitzi Staub. «Ich habe sie im Grossen Stadtrat als kompetente Person erlebt, und sie steht uns politisch in einigen Punkten nahe», sagt With. In den Themen Verkehr und Energie habe Bitzi Staub jedoch eine andere Meinung.

Für FDP-Präsident Fabian Reinhard sind aber die Gemeinsamkeiten der bürgerlichen Parteien wichtig. «Für uns steht im Zentrum, dass der Sitz bürgerlich bleibt», sagt er. «Wir streben daher eine gemeinsame Lösung mit CVP und SVP an, damit sich die Stimmen nicht verzetteln.» Dass die FDP ebenfalls antritt, stehe daher aktuell nicht zur Diskussion. Zu den drei CVP-Aspiranten äussert sich Reinhard nicht.

Grüne: Alle drei haben Chancen

Auch die Grünenhaben«noch keinen Favoriten», sagt Präsident Marco Müller. «Grundsätzlich haben alle drei Personen gute Chancen, von unserer Parteibasis unterstützt zu werden. Sie haben sich in Verkehrsfragen auch schon in unserem Sinn geäussert.» Eine eigene Kandidatur oder die Unterstützung eines SP-Kandidaten sei aber nicht ausgeschlossen. Das gelte auch für eine stille Wahl. «Nach meinem Demokratieverständnis wäre das nicht ideal, in der aktuellen Situation jedoch verständlich.» Die Wahlen seien noch nicht lange vorbei und hätten viele Ressourcen beansprucht. Zudem sei es nicht ideal, wenn der Stadtrat lange zu viert regiert.

GLP-Präsident für stille Wahl

GLP-Präsident Louis von Mandach, favorisiert von den Positionen her Roger Sonderegger. «Ich würde mich aber auch über eine Frau im Stadtrat freuen.» Ziemlich sicher ist, dass die GLP weder eine Kandidatur von links noch von rechts unterstützen wird. «Wir stehen ein für eine starke Mitte.» Persönlich würde von Mandach auch eine stille Wahl begrüssen. «Die Anwärter der CVP sind alle kompetent, und es wäre wichtig, dass der Stadtrat wieder möglichst schnell komplett ist.»

Zu reden gibt weiter, dass die genauen Hintergründe zum Abgang von Pia Maria Brugger Kalfidis als Geschäftsführerin von Ebikon nicht bekannt sind. Ausser den Grünen wollen sämtliche Parteien mehr darüber erfahren, sofern Brugger Kalfidis ernsthafte Ambitionen an den Tag legt. Sie wollte gestern noch nicht Stellung nehmen. «Wenn sich die Kandidatur konkretisiert, bin ich selbstverständlich bereit, mich zu erklären.»

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