STADTRAT: Stadt Luzern definiert ihre Gesundheitspolitik

Mehr Information und bessere Koordination: Die Stadt Luzern setzt ihre Eckpfeiler in der Gesundheitspolitik für die nächsten Jahre. Massnahmen sind in der Gesundheitsförderung, der Prävention sowie speziell im Bereich Alter geplant.

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Ein Patient liegt im Spitalbett, während eine Pflegerin sich um ihn kümmert. (Symbolbild Keystone)

Ein Patient liegt im Spitalbett, während eine Pflegerin sich um ihn kümmert. (Symbolbild Keystone)

In einem breit abgestützten Bericht zeigt der Luzerner Stadtrat die zentralen Massnahmen im Bereich Gesundheit bis 2013 auf. Unter Berücksichtigung der Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden sowie des revidierten kantonalen Gesundheitsgesetzes wurden fünf Leitsätze formuliert.

Diese beinhalten eine bessere Koordination und Vernetzung sowie eine stärkere Information und Kommunikation im Gesundheitsbereich.
Des Weiteren sind bedarfsgerechte Zugänge sowie eine Orientierung an bestehenden Ressourcen und und Strukturen in den Leitsätzen festgehalten.

Aufgeteilt in die Bereiche "Gesamtbevölkerung", "Kinder Jugend Familie", "Alter" und "Menschen mit Migrationshintergrund" definiert der Stadtrat ausgehend von den Leitsätzen diverse Massnahmen für die nächsten sechs Jahre.

Familienberatungsstelle und Altersleitbild
Neben einer stärkeren Gesundheitsförderung in der Schule soll unter anderem eine umfassende Familienberatungsstelle geschaffen werden. Dazu werden die Mütter- und Väterberatungsstelle und die
Jugend- und Elternberatung CONTACT der städtischen Abteilung Jugend und Familie angegliedert.

In einem Pilotprojekt sollen zudem interkulturelle Vermittler in der Mütter- und Väterberatung den Zugang zu ausländischen Familien erleichtern. Viele Menschen mit Migrationshintergrund seien in hohem Masse gesundheitlichen Gefährdungen ausgesetzt, so der Bericht.

Im Bereich Alter soll ein städtisches Altersleitbild und -konzept geschaffen werden. Dafür sind einmalig 70'000 Franken vorgesehen. Zudem will die Stadt den Entlastungsdienst für betreuende und pflegende Angehörige des Schweizerischen Roten Kreuzes mitfinanzieren, da hier der Bundesbeitrag gestrichen wurde.

Die Umsetzung der definierten Massnahmen liegt in der Kompetenz des Stadtrates. Die finanziellen Mittel für 2008 (120'000 Franken) sollen mittels Nachtragskredit zur Verfügung gestellt werden. Ab
2009 sollen sie jeweils budgetiert werden.

sda