Stadtrat unterstützt attraktiven Busverkehr

Verlängerung der Buslinie 1, Fünf-Minutentakt zu Spitzenzeiten und ein Schnellbus zwischen Luzern und Gisikon: Das sind drei Massnahmen, für die sich der Stadtrat einsetzt. Zudem prüft der Verkehrsbund in der Stadt eine neue Buslinie.

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Die Erschliessung zwischen Luzern und Ebikon ist für den Stadtrat «unbefriedigend». (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Erschliessung zwischen Luzern und Ebikon ist für den Stadtrat «unbefriedigend». (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Linien 22 und 23 auf der Rontal-Achse wiesen mit 3,7 Mio. Fahrgästen (2009) die höchste Frequenz aller Autobuslinien der Verkehrsbetriebe Luzern (vbl) aus. Dennoch bleibt die Erschliessung unbefriedigend. Zur Situation des Busverkehrs im Rontal sind im Stadtparlament zwei Postulate eingereicht worden, die der Stadtrat laut seiner Antwort vom Dienstag entgegennimmt.

Von Seiten der Grünen wurde die Verlängerung der Trolleybuslinie 1 vom Maihof bis Bahnhof Ebikon verlangt. Damit rennen sie beim Stadtrat offene Türen ein. Schon 2009 habe er im Bericht zur Optimierung eine Verlängerung der Linie 1 sogar bis zum EbiSquare begrüsst, heisst es in der Stellungnahme.

Schnellbus als Ergänzung zur S-Bahn

Das Konzept sieht auf der Linie 1 zur Hauptverkehrszeit einen 5-Minuten-Takt zwischen Luzern und Bahnhof Ebikon vor. Im Halbstunden-Takt soll zudem eine Schnellbuslinie zwischen Luzern und Gisikon-Root verkehren, solange die S-Bahn nicht im 15-Minuten-Takt fährt. Durch den Wegfall der Linien 22 und 23 zwischen Luzern und Ebikon kann diese Strecke effizienter und wirtschaftlicher bedient werden. Buchrain und Root würden ab Bahnhof Ebikon weiterhin per Autobus bedient

Weiter will sich der Stadtrat dafür einsetzen, dass die flankierenden Massnahmen zum Rontalzubringer der A4, der Mitte 2011 eröffnet wird, möglichst rasch umgesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Massnahmen zur Beschleunigung der Busse in Richtung Luzern, die bis 2014 realisiert werden sollen.

Seeseitige Buslinie im Tribschenquartier

Auch in der Stadt Luzern gibt es Handlungsbedarf. So ist das Tribschenquartier zwar mit drei Trolley- und einer Autobuslinie gut bedient. Jedoch ist der seeseitige Teil, wo in den letzten Jahren die Wohnungen und Arbeitsplätze stark zugenommen haben, relativ weit weg von den Bushaltestellen.

Der Verkehrsverbund werde eine Buslinie via Landeberg, Werftstrasse und Inseliquai prüfen, schreibt der Stadtrat in der Antwort auf ein entsprechendes Postulat. Entscheidend seien bei der Einführung neuer Angebote aber die zur Verfügung stehenden Mittel der öffentlichen Hand, die die ungedeckten Kosten des öffentlichen Verkehrs finanziere.

sda/rem