Stadtrat will Fahrräder auf Bahn-Trassee

Bewohner der Stadt Luzern haben eine Petition eingereicht gegen den geplanten Rad- und Fussweg auf dem heutigen Zentralbahn-Trassee. Der Stadtrat hält aber am Projekt fest.

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Auf dem Velo unterwegs: Stadträtin Ursula Stämmer und Nico Van der Heiden, Präsident Pro Velo. (Bild: Eveline Beerkicher/Neue LZ)

Auf dem Velo unterwegs: Stadträtin Ursula Stämmer und Nico Van der Heiden, Präsident Pro Velo. (Bild: Eveline Beerkicher/Neue LZ)

Mit der Tieferlegung der Zentralbahn zwischen Mattenhof und Luzern wird das Trassee der Zentralbahn von der Allmend bis zur Neustadtstrasse frei. Geht es nach dem Willen des Stadtrats, soll dort ein Fuss- und Veloweg realisiert werden. Zehn Bewohner des Grünrings, der Horwer-, Villen-, Volta- und Moosmattstrasse haben aber am 11. Mai eine Petition an den Stadtrat eingereicht, die sich gegen die geplante Langsamverkehrsachse richtet. Insbesondere für den Radverkehr bestünde bereits ein genug ausgebautes Angebot, argumentieren sie.

«Nicht bereit, zu verzichten»

Der Stadtrat hingegen hält nach wie vor am Projekt fest, wie er in einer Medienmitteilung bekräftigt. Die für 2013 geplante Langsamverkehrsachse sei «eine wichtige und sinnvolle Ergänzung des Fuss- und Radverkehrsnetzes» und die «bedeutendste Verbindung zwischen der Stadt Luzern, Kriens und Horw». In diesem Fall seien die öffentlichen Interessen höher zu gewichten als die privaten. Aus diesem Grund ist der Stadtrat nicht bereit auf dieses wichtige Teilstück im Fuss- und Veloverkehrsnetz zu verzichten. Derzeit wird an den konkreten Plänen gearbeitet, eine Bewilligung soll Ende 2012 vorliegen.

pd/raz

Bahntrassee für Velos?

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