Stadtrat will keinen Abbau von Nachtbussen

Die CVP fordert den Luzerner Stadtrat in einem Postulat auf, das Nachtstern-Angebot zu prüfen. Für diesen kommt ein Abbau nicht in Frage.

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Ein Nachtstern, hier unterwegs in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ein Nachtstern, hier unterwegs in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Verena Zellweger und Thomas Gmür namens der CVP-Fraktion haben den Luzerner Stadtrat aufgefordert, zu prüfen, ob das Nachtstern-Angebot abgebaut werden könne. Hintergrund ist das veränderte Partyverhalten der Jugendlichen seit Abschaffung der Sperrstunde. Viele Partygänger reisen in den meisten Fällen noch vor Mitternacht nach Hause oder benützen den ersten regulären Kurs am Morgen. Laut CVP trage die Stadt Luzern zudem unverhältnismässig hohe Lasten und Kosten, die durch das Partyvolk verursacht werde.

Kein Abbau

In seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort macht der Stadtrat deutlich, dass ein Abbau des Nachtstern-Angebots für ihn nicht in Frage kommt. «Es wäre naiv zu glauben, dass sich mit der Einstellung der ÖV-Nachtkurse das Nachtleben in der Stadt Luzern reduzieren würde.» Solange es nachts Partys gebe, müsse es Nachtbusse geben. Die Nachtbusse hätten zudem in den letzten Jahren mit Sicherheit einen grossen Beitrag zu Verhinderung von Autounfällen unter Alkoholeinfluss geleistet.

Der Stadtrat macht aber klar, dass das Angebot «anhand der Nachfrage und der Wirtschaftlichkeit optimiert werden kann.» An einem halbjährlichen runden Tisch werden zudem die negativen Auswüchse des Luzerner Nachtlebens diskutiert.

Seit Oktober 2006 fahren am Samstag- und Sonntagmorgen (jeweils um 1.15 Uhr, 2.30 Uhr und 3.45 Uhr) 13 Busse vom Luzerner Bahnhofplatz über die Kantonsgrenzen hinaus bis beispielsweise nach Altdorf, Brunnen, Engelberg, Huttwil, Lungern, Menziken oder Schangnau. 

rem