STADTRATSWAHLEN: Drogen: Vergangenheit holt Beat Stocker ein

Im Jahr 2005 wurde Beat Stocker wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelsgesetz der Führerausweis für mehrere Monate entzogen. Das offenbart der Luzerner Stadtratkandidat.

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Beat Stocker während einer Medienkonferenz. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Beat Stocker während einer Medienkonferenz. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Die gesamte Strafuntersuchung sei im Herbst 2006 ohne Busse und mit Löschung sämtlicher Daten eingestellt worden, Dies schreibt Beat Stocker in einer am späten Mittwochabend breit an Medien und Parteien gestreuten E-Mail – als Reaktion auf einen Artikel zum Thema, der am Donnerstag in der Neuen LZ erscheint.

«Keine Bravourleistung»
«Trotz dieser Einstellung der Untersuchung war das damalige Geschehene natürlich keine Bravourleistung», beurteilt der parteilose Politiker den Fall aus der heutigen Warte. Was die ebenfalls aufgeführten Punkte «Nötigung und Amtsmissbrauch» anbelange, möchte er festhalten, «dass eine Drittperson aus dem Wissen des Falles Profit schlagen wollte». Über nähere Details des Falls geht Stocker nicht ein.

Dokumente beigelegt
Am Anfang und nach Einstellung der Untersuchung habe er damals «offen, das heisst, den Gemeinderat, die Schulpflege, die SVP Geschäftsleitung der Ortspartei Littau und alle politischen Fraktionen in Littau orientiert». Zudem habe er den Einstellungsentscheid, den Stocker wie auch das Dokument zur «Löschung von erkennungsdienstlichen Daten» seinem E-Mail angefügt hat, den Medienvertretern damals im Zuge seines Austritts aus der SVP abgegeben.

Schmutzkampagne vermutet
Bereits nach dem ersten Wahlgang sei er aus politisch interessierten Kreisen «vehement» davor gewarnt worden, nochmals zum zweiten Wahlgang anzutreten. «Man hat damals deutlich zu erkennen gegeben, dass wenn ich diese Drohung nicht ernst nehme, diese Geschichte hervorgegraben wird.» Stocker findet es «schade, dass nach dem klaren Entscheid des Regierungsrates, den zweiten Wahlgang zu wiederholen, wieder mit anderen Mitteln versucht wird, meine Wahl zu verhindern».

scd