Kolumne

«Stadtwärts»: Brot nach 15 Uhr ist heikel

Immer mehr Leute schränken den Brotkonsum ein, vor allem ab dem späteren Nachmittag. Unser Autor versteht das nicht. Obwohl, eventuell macht er das auch bald, weil er quasi dazu gezwungen wird.

Roman Hodel
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Roman Hodel.

Roman Hodel.

Bild: Dominik Wunderli

Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte: Ich bemühe mich stets um witzige Kolumnen. Jaja. Diesmal allerdings muss ich einen ernsten Ton anschlagen. Es geht um Brot. Sie lesen richtig.

Brot, so stelle ich das zumindest in meinem Umfeld fest, hat ein zunehmend schlechtes Image. Stellst du Brot als Stärkungsbeilage zum Znacht auf, sagen sogar ältere Semester mittlerweile Dinge wie «uh, für mich nicht danke, weisch, ich esse nach 15 Uhr keine Kohlenhydrate mehr». Bitte?! Und dann schieben sie meist noch nach: «Also vor allem nicht Brot.» Über ein Vollkornmüesli könne man allenfalls reden.

Ganz ehrlich, das ist eine grässliche Entwicklung – und ich mache da nicht mit. Mein Brotkonsum ist auf konstant hohem Niveau. Kein Wunder bei diesem Angebot! Kennen Sie zum Beispiel das Studentenbrot von Manor? Ja genau, das mit dieser schönen Kruste und diesem nicht mehr ganz gendergerechten Namen. Übrigens erstaunlich, dass diesbezüglich noch niemand interveniert hat. Jedenfalls, dieses Studentenbrot ist so gut, dass es sogar schon im punkto PR höchst unverdächtigen «Magazin» des Zürcher «Tages-Anzeigers» lobend Erwähnung fand. Und das obwohl es in Zürich nicht einmal einen Manor Food gibt. Tja, leider wird Letzteres in Luzern auch bald der Fall sein, wie zu lesen war. Na wenn das keine gute Gelegenheit wäre, dass auch ich nun meinen Brotkonsum gezwungenermassen einschränke. Wissen Sie was? Ich werde es mir überlegen.

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