Kolumne

Stadtwärts: Bündner und Emmen im Tourismus-Hoch

Beim Ranking der 500 grössten Schweizer Tourismusorte gibt es Coronagewinner und -verlierer. Luzern gehört zu den Letzteren.

Robert Knobel
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Robert Knobel.

Robert Knobel.

Die Coronakrise bringt nicht nur enorme Ausfälle in der Tourismusbranche, sondern sorgt auch dafür, dass die Karten in diesem Business neu gemischt werden – und zwar zu Ungunsten von Luzern, wie die neuste Logiernächtestatistik des Bundes zeigt: War die Leuchtenstadt bisher stets unter den Top 5 der Schweizer Destinationen (nach Zürich, Basel, Genf und Zermatt), so ist sie 2020 auf Platz 7 abgerutscht. Berücksichtigt sind dabei die Übernachtungszahlen zwischen Januar und Mai 2020. Überflügelt wurde Luzern durch die beiden Bündner Ferienorte Davos und St. Moritz – und Arosa ist schon dicht auf den Fersen.

Die Luzerner (die sich ja ohnehin schon lange etwas Ferien vom Tourismus gewünscht hatten) können sich immerhin damit trösten, dass sie mit diesem Schicksal nicht allein sind. So hat auch die Stadt Kriens dramatisch an Boden verloren: Standen die Krienser im Ranking der 500 grössten Schweizer Tourismusorte letztes Jahr noch auf Platz 70, so müssen sie sich aktuell mit Position 106 begnügen. Noch schlimmer ergeht es der Nachbargemeinde Horw, die von Platz 133 auf 175 rutschte, sowie Meggen (von 250 auf 263). Einzig die Gemeinde Emmen konnte als «lachende Dritte» ihre Position verbessern (von Platz 171 auf 165).

Noch ist nicht aller Tage Abend, das Jahr 2020 ist noch lang. Angesichts der Tatsache, dass es derzeit an der Reuss von Romands nur so wimmelt, können die Luzerner zuversichtlich sein, Genf doch noch vom Sockel zu stossen. Und wenn dann auch noch Horw Chiasso schlägt, ist die Kirche schon fast wieder im Dorf.

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