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Kolumne

«Stadtwärts»: Carl Spitteler und ich

Unser Journalist Simon Mathis sinniert über den Nobelpreisträger, der dieser Tage in aller Munde ist – und macht ein Geständnis.
Simon Mathis
Simon Mathis.

Simon Mathis.

«Sie werden in Ihrem Leben nie alle Bücher auf der Welt lesen können!», sagte einmal ein Professor. Die Aussage ist denkbar trivial. Aber als Student verunsicherte sie mich total. Denn: Woher soll ich bitteschön wissen, was zu lesen sich lohnt?

Der Germanist Peter von Matt ist einer, der es besser weiss als so manch anderer. Am Samstag hielt er zu Ehren des Nobelpreisträgers Carl Spitteler eine Festrede an der Universität Luzern. Er legte dar, weshalb Spitteler heute weitgehend vergessen ist. Mit der Mahnrede «Unser Schweizer Standpunkt» hielt Spitteler im Ersten Weltkrieg ein klares Plädoyer für die Schweizer Neutralität. Damit machte er sich bei Deutschen Lesern unbeliebt – und begrub damit seinen literarischen Nachruhm.

Eine beeindruckende Geste. Und doch muss ich zugeben: Spittelers gereimten Fantasy-Epos «Olympischer Frühling» werde ich wohl nie lesen. So viele Bücher, so wenig Zeit. Leider.

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