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Kolumne

«Stadtwärts»: Fersenläufer – die politisch korrekte Bezeichnung für Trampeltier

Manche Leute können sich einfach nicht leise fortbewegen - etwa Stefan Dähler,
stv. Leiter Ressort Stadt/Region Luzern. Das hat nicht nur Nachteile.
Stefan Dähler
Stefan Dähler

Stefan Dähler

Gehören Sie zu den Fersenläufern? Diese Frage stellte mein Kollege Roman Hodel vor einer Woche an selbiger Stelle. Seither weiss ich, dass es für meine laute Fortbewegungsweise offenbar ein politisch korrektes Wort gibt: Ja, demfall bin ich ein Fersenläufer. Klingt auch viel netter als die auch schon vernommene Bezeichnung Trampeltier.

Meinen Nachbarn und Mitbewohnern hilft das aber auch nicht weiter. Beschwert sich jemand über meinen Fersengang, versuche ich jeweils, mich zu bessern – doch sobald die Achtsamkeit nachlässt, falle ich ins alte Muster zurück. Woher das kommt? Schwer zu sagen. Vielleicht ist es erblich, denn auch meine Schwester ist eine ausgesprochen laute Geherin. Unsere Eltern aber nicht. Wie auch immer, jedenfalls kann ich dadurch jene Leute, die sich an meinem Fersengang stören, sehr gut verstehen.

Doch bei allem Ärger über die akustischen Störungen: Die laute Art der Fortbewegung bietet für Mitmenschen auch Vorteile. Eine Wohnung ausrauben? Das würden die Nachbarn sofort hören. Sich hinterrücks anschleichen, um jemanden zu erschrecken? Unmöglich. Aber klar, Rücksicht nehmen sollte man trotzdem. Sonst kommt schnell wieder der Begriff Trampeltier zur Anwendung. Besser zwar als Trumpeltier, aber weniger schön als Fersenläufer.

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