Kolumne

«Stadtwärts»-Kolumne: Nächtlicher Velo-Diebstahl

Lasse niemals dein Velo stehen: Dieses Fazit zieht unser Autor aus einem unbeschwerten Segeltörn.

Hugo Bischof
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Hugo Bischof.

Hugo Bischof.

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Vor einiger Zeit verbrachte ich auf Einladung eines Freundes einen unvergesslichen Segelausflug auf dem Vierwaldstättersee. Das Wetter war perfekt, die Luft klar, die Bergkette im Hintergrund zum Greifen nah. Das Steuer durfte ich selber in der Hand halten – ein wunderbares Feeling. Beflügelt vom einmaligen Erlebnis, machte ich mich spätabends per Velo auf den Heimweg - und liess mein Fahrrad unabgeschlossen vor meinem Hauseingang an der Werkhofstrasse in der Luzerner Tribschenstadt stehen.

Ein fahrlässiger Fehler, wie sich am nächsten Morgen herausstellte. Mein Fahrrad war weg. Gestohlen! Wohl von einem der Jugendlichen, die sich zu lärmigen nächtlichen Gelagen auf der Ufschötti treffen und auf dem Heimweg das nächstbeste Fahrmobil klauen. Weit gefehlt! Denn kaum hatte ich mich mit dem Fahrrad meiner Gattin auf den Weg zur Arbeit gemacht, sah ich vor einem Hauseingang etwa 200 Meter Richtung Ufschötti doch tatsächlich mein Velo stehen. Völlig unversehrt, als wäre nichts geschehen.

Welche Lehren ziehe ich daraus? Erstens: Lasse dein Velo in der Nacht nie unabgeschlossen draussen stehen! Zweitens: Sei nicht so rasch mit Vorurteilen! Das Partyvolk auf der Ufschötti ist nicht so ehrenlos wie zunächst gedacht. Vielen Dank jener Person, die meinen Göppel wieder zurückbrachte. Wenn dieser ihm oder ihr die nächtliche Heimfahrt erleichterte, hatte das Ganze ja wenigstens auch seine gute Seite.

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