«Stadtwärts»: Kommen nach den Romands nun die Berner nach Luzern?

Eigentlich beschenkt unser Autor nur sein in Bern wohnhaftes Gottenkind. Doch vielleicht kann er seine Tat eines Tages als Wirtschaftsförderungsmassnahme verkaufen.

Stefan Dähler
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Stefan Dähler

Stefan Dähler

«Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.» Dieses berühmte Zitat eines noch berühmteren US-Politikers habe ich mir kürzlich zu Herzen genommen. Wobei ich «Land» etwas enger gefasst und die Region Luzern daraus gemacht habe, die aufgrund der Coronakrise bekanntlich auf Touristen aus dem Inland angewiesen ist.

Bis anhin scheint es besonders Romands hierher zu verschlagen. Doch vielleicht machen ihnen schon bald Berner Konkurrenz. Denn vor einigen Tagen habe ich das Hörbuch «De Sonnenzwerg und s blaue Bähnli» meinem in Bern wohnhaften Gottenkind verschenkt. Die Geschichte spielt auf dem Krienser Sonnenberg und hat bei meinen Kindern bereits dazu geführt, dass sie diesen regelmässig mit der alt-ehrwürdigen Bahn aufsuchen wollen.

Natürlich geht es beim Geschenk vor allem darum, dass die Geschichte und Lieder meinem Gottenkind, deren Schwester und Freundinnen Freude bereiten. Doch vielleicht hat es den schönen Nebeneffekt, dass auch Berner mit dem Sonnenberg-Virus infiziert werden und unsere Region vermehrt aufsuchen. Mein Arbeitskollege, der in diesem Zukunftsszenario damit beauftragt wird, eine Reportage über die einfallenden Berner Touristen zu machen, wird es mir danken, dass er nicht sein holpriges Französisch auspacken muss.