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«Stadtwärts»: Kriens und
der Burj Khalifa

Roman Hodel, Redaktor Ressort Stadt/Region Luzern, über mehr oder wenig freiwillig mitgehörte Gespräche im ÖV.
Roman Hodel
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Bei der Durchsicht meiner letzten drei Stadtwärts-Kolumnen ist mir aufgefallen, dass ich jedes Mal zu Beginn eine Frage gestellt habe. Deshalb lautet mein erster Vorsatz: Heute mal nicht. Und wie Sie gerade feststellen – ist es mir gelungen. Das aber nur so nebenbei.

Bekanntlich fahre ich gerne mit dem ÖV. Meistens. Klimaschutz, Sie wissen schon. Ein weiterer Vorteil: Man wird immer wieder unfreiwillig Zeuge von mehr oder weniger interessanten Gesprächen. Wie kürzlich im 1er-Bus. Drei Schüler. Sagt der eine so zum anderen: «Ey, was filmsch anderi Lüüt Alte, är könnt dech ned.» Ein Zweiter so: «Alte, wo müemmer öberhaupt use?» Worauf der Erste erwidert: «Kriens Busschleife» – und er sagte Kriens mit «K» und nicht mit «Ch». Jetzt sagt der Dritte: «Waaas? Alte, das tönt voll wie Kriens Burj Khalifa.»

Hm, ich hab mir dies dann so durch den Kopf gehen lassen. Momoll, mit viel Fantasie klingt es ähnlich. Abgesehen davon: So weit hergeholt ist es gar nicht mehr – von wegen Burj Khalifa in Dubai, das höchste Gebäude der Welt. Immerhin soll Kriens im Mattenhof das höchste Hochhaus der Zentralschweiz erhalten.

Ein paar Tage später standen in der S-Bahn zwei junge Männer neben mir. Der eine so: «Weisch, ech be jo ned so of Electro, meh so of Trap.» Trap dachte ich. Okay. Trip sagt mir was. Rap auch. Und was ein Trip-Trap ist, weiss ich ebenfalls. Aber Trap blutt? Fehlanzeige. Inzwischen liess ich mich von einem Sachverständigen aufklären – und nun weiss ich, wie dieser Sound klingt und wer ihn hört. Um es mit den Worten der Band «Hecht» zu sagen: «Ned so mis Ding.» Für sowas bin ich zu alt. Apropos Trap: Hätten Sies gewusst? Ups, jetzt habe ich doch noch eine Frage gestellt.

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