Kolumne

«Stadtwärts»: Warum ich wegen eines Schirms drei Mal an die Kasse musste

Wenn's regnet, mal schnell einen Regenschirm kaufen. Das war der Plan unseres Redaktors. Nur war das mit dem «schnell» etwas optimistisch.

Roman Hodel
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Roman Hodel.

Roman Hodel.

Bild: Dominik Wunderli

Weil in der Stadt überraschend Regen einsetzte, benötigte ich kürzlich einen Schirm. Ich wollte ohnehin schon länger einen neuen. Ich betrat einen mehrstöckigen Supermarkt, das Angebot im 1. Stock war üppig. Meine Wahl fiel auf ein Exemplar, das gemäss Regal 19.90 kostet. Am Produkt stand kein Preis, was mich (noch) nicht weiter beunruhigte. Ich fuhr also mit dem Rollband runter und stellte mich bei den Self-Scanning-Kassen in die Schlange. Als ich an der Reihe war, zeigte sich, dass dieser Schirm 49.90 kostet. Hoppla Schorsch! Unauffällig fuhr ich mit dem Rollband wieder hoch und suchte im Regal nach dem 19.90-Schirm.

Versuch Nummer 2. Wieder stand ich an. Dann der Ärger: Das Preisetikett war zwar dran, dafür fehlte diesmal der EAN-Code. Na super! Geduldig kehrte ich in die Schirmabteilung zurück. Mittlerweile hätte ich sie sogar mit verbundenen Augen gefunden. Ich schnappte mir einen anderen Schirm desselben Modells, vergewisserte mich, dass der Preis stimmt und der EAN-Code dran ist, und stellte mich erneut aufs Rollband.

Der dritte Versuch. Diesmal lief alles wie am Schnürchen – bis zum Bezahlvorgang. Ich wollte mit dem Handy bezahlen. Doch Sie ahnen es ... Die App des entsprechenden Grossverteilers streikte wegen technischer Probleme und mein Portemonnaie lag zu Hause. Tja. Und so marschierte ich zum vierten Mal Richtung Non-Food-Abteilung, legte den Schirm zurück ins Regal und verliess den Supermarkt unverrichteter Dinge. Zum Glück hatte es mittlerweile aufgehört zu regnen. Mein Fazit: Negativ gesehen habe ich 20 Minuten meines Lebens vertrödelt, positiv gesehen 19.90 Franken gespart. Ich bevorzuge natürlich Letzteres.