STÄDTISCHE ABSTIMMUNG: Luzerner befürworten Videoüberwachung

Die Stadtluzerner Stimmberechtigten sind grossmehrheitlich damit einverstanden, dass Plätze der Stadt mit Kameras überwacht werden können.

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Eine der Überwachungskameras im Bahnhof Luzern. (Bild René Meier/Zisch)

Eine der Überwachungskameras im Bahnhof Luzern. (Bild René Meier/Zisch)

Sie haben das entsprechende Reglement mit 14'406 zu 6216 Stimmen gutgeheissen. Die Stimmbeteiligung betrug 50,44 Prozent.

Das Reglement gibt der Stadtregierung das Recht, dort Videokameras zu installieren, wo sie es für nötig hält. Auf die Kameras muss mit Informationstafeln hingewiesen werden. Die Behörden erhoffen sich von der Überwachung, dass Straftaten verhindert oder diese zumindest leichter verfolgt werden können.

Bahnhofplatz im Visier
Bislang wurden die beiden historischen Holzbrücken, die Polizei und die Stadtbibliothek mit Kameras überwacht. Ein geplanter Kamerastandort und Anlass des Reglements ist der Bahnhofplatz, der von Jugendlichen und Randständigen als Treffpunkt benutzt wird.

Ein linkes Komitee ergriff gegen das Reglement das Referendum. Es bezweifelt, dass die Videoüberwachung mehr Sicherheit bringt. Alle Bürger würden unter Generalverdacht gestellt und die Stadt in überwachte City-Zonen und vernachlässigte Quartiere zweigeteilt.

sda