STÄDTISCHES HALLENBAD: Fast monatlich tauchen Mängel auf

Das Hallenbad Luzern lottert an allen Ecken: Nun muss sogar die Decke über dem Lernschwimmbecken gesichert werden.

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Hallenbad-CEO Stefan Schlatter erklärt die Arbeiten, die im Hallenbad vorgenommen werden. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Hallenbad-CEO Stefan Schlatter erklärt die Arbeiten, die im Hallenbad vorgenommen werden. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Der neuste Schaden wurde bei der jährlichen Kontrolle sämtlicher Decken entdeckt. «Der zuständige Ingenieur stellte Schadstellen bei den Aufhängungen der Decke über dem Lernschwimmbecken fest», sagt Beat Heggli, Leiter Immobilien in der Stadtluzerner Baudirektion.

Konkret: Einige der Gewindestangen aus Stahl, an denen die Decke aufgehängt ist, sind angerostet. Droht die Decke abzustürzen? «Nein», sagt Heggli, «Sicherungsmassnahmen sind aber dennoch notwendig.»

«Es droht keine Einsturzgefahr»
Um jegliches Risiko auszuschliessen, werden nun eine Reihe von Hilfsverstrebungen quer über die ganze Decke gezogen. «Das ist zwar unschön anzusehen», sagt Stefan Schlatter, Geschäftsführer der Hallenbad Luzern AG, «aber es ist sicher.» Beat Heggli rechnet mit Kosten von «einigen tausend Franken». Für die Badegäste besteht laut Schlatter keine Gefahr: «Sie können weiterhin beruhigt baden.» An den anderen Decken gebe es keine Schäden. Auch die Gesamtstatik des Gebäudes ist gemäss Heggli nicht gefährdet: «Es droht keine Einsturzgefahr.» Das habe man im Sommer 2007 nochmals überprüft. Damals war in einem Becken ein Riss aufgetaucht. Heggli: «Wir konnten ausschliessen, dass der Riss von der tragenden Konstruktion des Gebäudes kommt.»

Schäden im bald 40-jährigen Hallenbad Luzern sind beinahe an der Tagesordnung. «Kürzlich mussten wir zwei verrostete Duschanlagen ersetzen», sagt Schlatter. Das habe die Stadt fast 10 000 Franken gekostet. Geht es nach dem Stadtrat, erhält Luzern bald ein neues Hallenbad auf der Allmend.

Hugo Bischof

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.