Ständerat: Auch Grüne treten nicht mehr an

Die Wahl von Konrad Graber (CVP) und Georges Theiler (FDP) in den Ständerat wird immer wahrscheinlicher. Nachdem die SVP ihren Verzicht auf einen zweiten Wahlgang im Kanton Luzern bekannt gab, ziehen nun auch die Grünen ihre Kandidatin zurück.

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Georges Theiler (l.) und Konrad Graber. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Georges Theiler (l.) und Konrad Graber. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Auch die Grüne Ständerats-Kandidatin Katharina Meile wird bei einem 2. Wahlgang nicht mehr antreten. Wie ihre Partei am Dienstag mitteilt, lasse sich an der klaren Ausgangslage nach dem 1. Wahlgang wohl kaum noch etwas ändern. Aus diesem Grund werde die Partei an einem 2. Wahlgang nicht teilnehmen.

Die SP wird erst am Dienstagabend an ihrer Delegiertenversammlung entscheiden, ob sie am 27. November nochmals antreten wird. Im Kanton Luzern läuft die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang am Donnerstagmittag ab.

CVP spannt wohl mit FDP zusammen

Sollte es widererwarten doch zu einem 2. Wahlgang kommen, wird die CVP wohl mit der FDP eine gemeinsame Liste eingehen. Dies beantragt jedenfalls der CVP-Parteivorstand der Delegiertenversammlung vom Mittwoch. Mit einer gemeinsamen Liste wäre die Ausgangslage wohl noch klarer zu Gunsten von Konrad Graber (CVP) und Georges Theiler (FDP).

Auch SVP tritt nicht an

SVP-Kandidat Fredy Zwimpfer entschied bereits am Montagabend, sich aus dem Rennen zurückzuziehen, wie die SVP in einem Communiqué bekanntgab. Der Parteileitungsausschuss habe daraufhin beschlossen, auf die Teilnahme am Wahlgang zu verzichten. Dass der SVP-Kandidat nicht mehr Stimmen geholt hat, führte SVP- Parteipräsident Josef Kunz darauf zurück, dass CVP und FDP sich gegenseitig stützten, obwohl sie auf eine gemeinsame Liste verzichteten. Der Tag X werde aber kommen, an dem auch die SVP als zweitstärkste Partei im Kanton Luzern in den Ständerat gewählt werde, sagte er.

Theiler und Graber mit grossem Vorsprung

Das absolute Mehr von über 63'000 Stimmen war für alle zu hoch. Am nächsten kamen ihm der bisherige Konrad Graber (CVP) mit knapp 60'000 Stimmen und Georges Theiler (FDP) mit über 55'000 Stimmen. Fredy Zwimpfer (SVP) brachte es auf 35'000 Stimmen, Giorgio Pardini (SP) und Katharina Meile (Grüne) blieben unter 30'000 Stimmen. CVP und FDP verweisen auf den grossen Vorsprung ihrer beiden Kandidaten. Die CVP rechnet in einer ersten Reaktion deshalb mit einem Verzicht der anderen Parteien im zweiten Wahlgang. Auch die FDP findet, dass der Wählerwillen im ersten Wahlgang deutlich zum Ausdruck gekommen sei und respektiert werden müsse.

sda/bep