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3 Kandidaten, 5 Fragen: Diese Luzerner wollen für die CVP ins Stöckli

Konrad Graber wird bei den Ständeratswahlen vom 20. Oktober nicht mehr antreten. Am Mittwoch stellte die CVP die Kandidaten vor, mit welchen sie den Sitz verteidigen will. Mit wem die Partei schliesslich ins Rennen steigt, ist aber noch nicht klar. Wir haben den Anwärtern die fünf wichtigsten Fragen gestellt.
Martina Odermatt
Andrea Gmür (54), CVP-Nationalrätin aus Luzern. (Bild: Anthony Anex / Keystone (14. Juni 2018))Andrea Gmür (54), CVP-Nationalrätin aus Luzern. (Bild: Anthony Anex / Keystone (14. Juni 2018))
Ludwig Peyer (54), CVP-Kantonsrat und Fraktionschef aus Willisau. (Bild: PD)Ludwig Peyer (54), CVP-Kantonsrat und Fraktionschef aus Willisau. (Bild: PD)
Yvonne Hunkeler (51), CVP-Kantonsrätin und Vizepräsidentin der Partei aus Grosswangen. (Bild: Patrick Straub/Keystone (10. November 2017))Yvonne Hunkeler (51), CVP-Kantonsrätin und Vizepräsidentin der Partei aus Grosswangen. (Bild: Patrick Straub/Keystone (10. November 2017))
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Das sind die CVP-Kandidaten fürs Stöckli

Noch bis im Oktober ist Konrad Graber für die CVP im Ständerat, danach wird sein Nachfolger oder die Nachfolgerin dieses Amt übernehmen. Die SP schickt David Roth ins Rennen, die CVP hat drei Kandidaten nominiert. Mit wem die Partei im Oktober für die Wahlen antritt, wird sich an der Delegiertenversammlung vom 29. Januar in Sursee zeigen. Den Anwärtern haben wir die fünf wichtigsten Fragen gestellt.

Wieso wollen Sie in den Ständerat?

Andrea Gmür: Ich möchte grundsätzlich meine Arbeit im Nationalrat weiterführen, mich aber noch mehr und direkter für die Luzerner Bevölkerung einsetzen. Im Ständerat ist man Mitglied eines 46-köpfigen Gremiums, im Nationalrat sind es 200 Leute. Der Gestaltungsraum im Ständerat ist grösser, man kann besser Lösungen erarbeiten und den Konsens suchen. Das entspricht meiner Art.

Ludwig Peyer: Ich fühle mich aufgrund meiner grossen politischen und auch meiner beruflichen Erfahrung fähig, dieses Amt auszuüben. Ich bezeichne mich selber als «animal politique»: Die Politik bereitet mir grosse Freude. Ich bin deshalb überzeugt, dass das Amt des Ständerats für mich das richtige wäre.

Yvonne Hunkeler: Weil ich den Kanton Luzern, seine Bürger, die kommende Generation und deren Zukunft in Bern vertreten möchte.

Warum sollten gerade Sie ins Stöckli?

Andrea Gmür: Da 19 von 46 Ständeräten zurücktreten, ist es wichtig, dass man für das Stöckli einerseits einen neuen Kopf bringt – was ich wäre – und andererseits jemanden einsetzt, der bereits Erfahrung mit den Abläufen in Bundesbern hat. Ich könnte mich im Ständerat vom ersten Tag an einbringen, da ich die entsprechende Dossierkenntnis habe.

Ludwig Peyer: Ich habe die ausgeprägte Fähigkeit, Lösungen zu erarbeiten und mich für sie einzusetzen. Das kann man anhand meiner bisherigen politischen Karriere bestimmt auch erkennen. Im Ständerat braucht es Leute, die Lösungen erarbeiten. Und es braucht Generalisten; Leute, die auf mehreren Gebieten kompetent sind. Das verkörpere ich.

Yvonne Hunkeler: Ich bin in zentralen Themen politisch unterwegs. Ich bin eine fundierte Verkehrspolitikerin und habe versierte Kenntnisse in Finanz- und Steuerpolitik. Bei Herausforderungen wie Bypass, Steuerreform und Durchgangsbahnhof braucht der Kanton Luzern in Bern eine starke Stimme.

Was sind Ihre Vorteile gegenüber den anderen Kandidaten?

Andrea Gmür: Dass ich bereits seit drei Jahren im Nationalrat politisiere, ist sicher ein Vorteil. Auch mein Netzwerk in die Bundesverwaltung ist ein positiver Aspekt. Ich sehe mich zudem als gute Ergänzung zu Ständerat Damian Müller (FDP) – ich bin eine Frau, komme aus der Stadt und habe Kinder.

Ludwig Peyer: Ich bin kein «Ein-Themen-Mensch», sondern ein Generalist. Ich sehe auch, dass es Lösungen braucht. Als Fraktionschef konnte ich diesbezüglich Erfahrungen sammeln. Zudem bin ich gut vernetzt. Von Natur aus bin ich ein Mensch, der den Ausgleich sucht und lösungsorientiert arbeitet. Deshalb wäre ich die richtige Person für dieses Amt.

Yvonne Hunkeler: Durch meine berufliche Tätigkeit als Unternehmensberaterin war ich bereits mit fast allen Gemeinden in Kontakt. Ich glaube, ich habe ein gutes «Gspüri» für die Anliegen von Stadt und Land sowie den verschiedenen Gesellschaftsschichten von Ermensee bis Escholzmatt. Ich kann mich glaubwürdig für den ganzen Kanton einsetzen, denn ich sehe mich als Vertreterin von Stadt und Land. Als Kantonsparlamentarierin bringe ich zudem frischen Wind nach Bundesbern.

Der Tiefbahnhof ist für Luzern ein grosses Thema. Wie wollen Sie dies in Bern vorantreiben?

Andrea Gmür: Im Moment ist das Projekt gut aufgegleist. Ich möchte gerne in die Kommission für Verkehrs und Fernmeldewesen wechseln. Dort könnte ich mich direkter für den Tiefbahnhof Luzern einsetzen. Das ist dringend und zwingend notwendig.

Ludwig Peyer: Grundsätzlich ist das Projekt auf einem guten Weg. Das Ziel muss aber sein, dass die gesamte Zentralschweiz besser gehört wird. Luzern muss als grösster Kanton der Innerschweiz eine Führungsrolle wahrnehmen. Die Aufbauarbeit von Konrad Graber und Damian Müller (FDP) gilt es weiter zu führen. Wir müssen hier unbedingt dranbleiben.

Yvonne Hunkeler: Erste Weichen für eine stärkere Verbindlichkeit sind bereits gestellt. Wir müssen alles daran setzen, dass wir bereit sind, den Durchgangsbahnhof allenfalls auch frühzeitig zu realisieren. Dies, falls andere nationale Projekte noch nicht ausgereift sind. Ich hoffe, dass ich als Ständerätin in eine entsprechende Kommission kommen würde, damit ich mich hier einbringen kann. Andererseits würde ich mir auch mit anderen parlamentarischen Instrumenten Gehör verschaffen. Wir müssen auf allen Kanälen stark auftreten, damit Luzern und die Zentralschweiz nicht aufs Abstellgleis gestellt werden.

In welcher Kommission würden Sie als Ständerat / Ständerätin gerne Einsitz nehmen?

Andrea Gmür: Ich möchte grundsätzlich in der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur, bei welcher ich bereits aktiv bin, bleiben. Ich könnte mir aber auch die Kommission für Rechtsfragen oder jene für Verkehr und Fernmeldewesen gut vorstellen. Auch Staatspolitische Kommissionen sind interessant. Grundsätzlich habe ich breit gefächerte Interessen und bin für vieles offen.

Ludwig Peyer: Als Generalist bin ich fähig, mich überall einzusetzen, meine Interessen sind vielfältig. Ich habe keine Präferenzen, mir ist aber wichtig, dass ich in einer Kommission bin, wo ich mich gut für den Kanton Luzern einsetzen kann. Das ist nicht überall gleich gut möglich.

Yvonne Hunkeler: Wenn ich wünschen könnte, würde mich natürlich gerne in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen engagieren.

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