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Ständeratswahlen Luzern: Damian Müller ist durch, Andrea Gmür lauert

FDP-Ständerat Damian Müller schafft die Wiederwahl im ersten Wahlgang. Andrea Gmür (CVP) wird Zweite. Für SVP-Nationalrat Franz Grüter wird es schwierig, den Sprung ins Stöckli noch zu schaffen.
Alexander von Däniken
Der gewählte Luzerner FDP-Ständerat Damian Müller (links) und Ständerats-Kandidatin Andrea Gmür (CVP) am Wahlsonntag in Luzern. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 20. Oktober 2019)

Der gewählte Luzerner FDP-Ständerat Damian Müller (links) und Ständerats-Kandidatin Andrea Gmür (CVP) am Wahlsonntag in Luzern. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 20. Oktober 2019)

65 784 Stimmen haben dem bisherigen FDP-Ständerat Damian Müller für die Wiederwahl im ersten Wahlgang gereicht – wenn auch knapp: Der Hitzkircher übertraf das absolute Mehr um gerade einmal 308 Stimmen. Ein Durchmarsch im ersten Durchgang ist im Kanton Luzern nicht selbstverständlich. Letztmals ist dies Helen Leumann 2007 gelungen – auch sie eine Freisinnige.

Damian Müller liess sich nach dem Wahlerfolg zuerst im Restaurant Wilden Mann blicken. Dort blickte er vor seinen Parteikollegen auf einen «intensiven Wahlkampf» zurück:

«Es war ein verdammt harter Job. Doch es hat sich gelohnt.»

Gegenüber unserer Zeitung sagte er, dass wohl verschiedene Gründe zur Wiederwahl geführt hätten: «Die Klimapolitik, die ich schon lange forciere, aber auch die Zusammenarbeit mit der CVP haben mir sicher geholfen. Die Bevölkerung hat mir viel Vertrauen entgegengebracht. Nun gilt es, meine Arbeit die nächsten vier Jahre weiterzuführen.»

Andrea Gmür deutlich vor Franz Grüter

Von der gemeinsamen Liste dürfte denn auch CVP-Kandidatin Andrea Gmür profitiert haben. Die Nationalrätin aus der Stadt Luzern erreichte mit 54 861 Stimmen den zweiten Platz – und damit die Pole Position für den zweiten Wahlgang vom 17. November. Gmür distanzierte ihren stärksten Konkurrenten, SVP-Nationalrat Franz Grüter, um 16 503 Stimmen.

Kanton Luzern: Ständeratswahlen 20. Oktober 2019

Endresultat von 14.50 Uhr, 83 von 83 Gemeinden
*
bisher im Amt.
gewählt
Damian Müller
Damian Müller *
FDP
65 784
Andrea Gmür
Andrea Gmür
CVP
54 861
Verfügbare Sitze: 2
Franz Grüter
Franz Grüter
SVP
38 358
Monique Frey
Monique Frey
Grüne
30 322
David Roth
David Roth
SP
29 668
Michèle Graber
Michèle Graber
Grünliberale
9 334
Florian Studer
Florian Studer
parteilos
4 553
Absolutes Mehr
65 476 Stimmen

Hinter Grüter holte Monique Frey 30 322 Stimmen. Die Kandidatin der Grünen ist damit vor SP-Kandidat David Roth (29 668 Stimmen) platziert. Ob sich Rot-Grün im zweiten Wahlgang wie im Frühling bei den Regierungsratswahlen auf jene Kandidatur einigt, die im ersten Wahlgang besser abgeschnitten hat, wird sich noch zeigen. Mit deutlichem Abstand folgt GLP-Kandidatin Michèle Graber (9334 Stimmen). Wie Frey und Roth politisiert sie im Luzerner Kantonsrat – und wird sich aufgrund des gestrigen Ergebnisses wohl auch weiter darauf konzentrieren.

Abgeschlagen landete Florian Studer mit 4553 Stimmen auf dem letzten Platz; damit wurde die Aussenseiterrolle des Parteilosen bestätigt. Die Stimmbeteiligung lag bei 48,4 Prozent.

Top 3 in allen Wahlkreisen gleich – ausser in der Stadt Luzern

Müller vor Gmür und Grüter: Diese Konstellation ergab sich in allen Wahlkreisen ausser in der Stadt Luzern. Dort holten erwartungsgemäss der Stadtluzerner SP-Kandidat David Roth und die Emmer Grüne-Kandidatin Monique Frey jeweils über 11 000 Stimmen. Danach das altbekannte Bild: Müller vor Gmür vor Grüter – obwohl auch Gmür aus der Stadt kommt. Der parteilose Kandidat Florian Studer wohnt ebenfalls in der Stadt, erreichte aber den letzten Platz.

Was die anderen Wohnorte der Kandidaten betrifft, gab es ebenfalls keine Überraschungen: In Hitzkirch holte FDP-Ständerat Müller zwar die meisten Stimmen, in Eich – der Heimat von Franz Grüter – aber auch. In Emmen, der Wohngemeinde von Monique Frey, platzierten sich Müller, Gmür und Grüter vor der Kandidatin der Grünen. In Udligenswil musste sich GLP-Kandidatin Michèle Graber ebenfalls Müller, Gmür und Grüter geschlagen geben.

Die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang ist damit klar skizziert: Andrea Gmür hat beste Chancen, den Sitz der CVP zu verteidigen. Vor allem, wenn sie weiterhin Support von der FDP erhält. Diesen erhofft sich auch Franz Grüter. Für den SVP-Kandidaten und für SP wie Grüne wird es allerdings schwierig, genügend Wähler mobilisieren zu können.

Andrea Gmür:

Franz Grüter:

Monique Frey:

Kanton Luzern: Ständeratswahlen 20. Oktober 2019

Damian Müller Andrea Gmür Franz Grüter Monique Frey David Roth Michèle Graber Florian Studer
Adligenswil 916 776 549 595 607 228 74
Aesch 289 206 173 60 50 20 10
Alberswil 155 120 68 15 8 5 13
Altbüron 234 181 116 30 27 13 7
Altishofen 348 302 103 63 64 21 13
Altwis 79 64 45 32 30 3 2
Ballwil 552 437 385 143 130 61 45
Beromünster 1 395 1 182 724 296 264 133 80
Buchrain 930 750 486 355 358 201 72
Büron 340 275 245 117 110 20 15
Buttisholz 667 621 389 137 120 56 48
Dagmersellen 895 761 582 216 200 73 50
Dierikon 157 122 114 66 64 21 6
Doppleschwand 179 172 101 8 7 9 8
Ebersecken 119 81 72 11 10 0 0
Ebikon 1 581 1 313 1 037 914 938 302 105
Egolzwil 345 271 142 64 59 26 25
Eich 412 249 396 68 76 34 17
Emmen 2 613 2 020 1 960 1 752 1 586 351 159
Entlebuch 811 674 529 91 87 33 27
Ermensee 272 193 112 47 43 18 6
Eschenbach 894 735 396 190 185 83 38
Escholzmatt-Marbach 997 903 650 124 116 30 35
Ettiswil 660 542 309 83 69 18 18
Fischbach 122 96 127 21 15 7 6
Flühli 542 462 286 36 28 14 8
Gettnau 238 198 113 17 20 4 1
Geuensee 352 285 269 158 142 58 21
Gisikon 195 149 162 45 44 35 13
Greppen 192 155 100 65 60 34 15
Grossdietwil 203 179 106 31 27 13 9
Grosswangen 763 598 403 106 100 37 29
Hasle 449 358 324 38 41 9 10
Hergiswil 419 399 256 30 40 6 11
Hildisrieden 592 475 322 123 107 67 36
Hitzkirch 1 202 871 566 325 295 91 65
Hochdorf 1 689 1 369 695 562 504 145 72
Hohenrain 626 515 371 121 86 43 17
Honau 50 37 59 29 29 7 4
Horw 2 279 1 999 1 288 1 341 1 296 461 171
Inwil 527 412 280 108 92 71 25
Knutwil 441 331 237 120 112 56 26
Kriens 3 483 3 116 2 173 2 606 2 601 641 278
Luthern 283 264 141 18 18 5 7
Luzern 8 634 7 748 4 649 11 039 11 276 2574 1176
Malters 1 236 1 045 783 492 464 199 108
Mauensee 272 233 166 107 113 40 12
Meggen 1 660 1 305 926 549 503 335 71
Meierskappel 177 149 167 77 71 43 20
Menznau 694 558 429 77 79 28 23
Nebikon 451 312 197 69 71 42 31
Neuenkirch 1 277 1 030 779 385 374 156 81
Nottwil 687 588 492 226 230 87 49
Oberkirch 950 815 504 385 382 155 91
Pfaffnau 426 360 295 112 107 35 33
Rain 714 535 359 102 104 82 36
Reiden 1 005 780 605 264 247 89 51
Rickenbach 585 474 389 112 107 35 26
Roggliswil 153 123 82 26 20 3 9
Römerswil 397 294 264 100 82 36 18
Romoos 210 193 103 14 13 6 3
Root 526 472 332 225 218 94 50
Rothenburg 1 576 1 271 848 620 565 220 103
Ruswil 1 510 1 263 989 309 315 133 113
Schenkon 695 542 448 163 156 90 39
Schlierbach 249 183 108 37 43 11 3
Schongau 200 151 142 44 33 19 8
Schötz 680 596 381 129 130 56 45
Schüpfheim 1 079 940 595 224 219 77 46
Schwarzenberg 369 295 269 79 72 33 14
Sempach 1 037 899 457 300 274 145 83
Sursee 1 588 1 366 880 1 029 993 298 180
Triengen 719 542 509 179 166 62 19
Udligenswil 455 339 272 158 143 180 32
Ufhusen 216 177 128 16 16 11 15
Vitznau 220 169 134 84 77 37 7
Wauwil 355 272 213 90 82 41 22
Weggis 773 611 464 285 236 103 38
Werthenstein 365 316 315 75 76 27 19
Wikon 187 146 129 89 78 41 9
Willisau 1 784 1 535 901 425 410 105 103
Wolhusen 765 651 466 182 199 31 29
Zell 421 365 228 67 59 12 41
Total 65 784 54 861 38 358 30 322 29 668 9334 4553

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