Standortförderung: Zentralschweizer Mountainbiker wollen aus dem Windschatten der Konkurrenz

In der Zentralschweizer Mountainbike-Szene gibt es Luft nach oben. Besonders hinsichtlich Infrastruktur und attraktiven Angeboten existiert Verbesserungspotenzial. Das Projekt «Mountainbike Zentralschweiz» will dies ändern. Dafür haben sich die Zentralschweizer Mountainbike-Führer in Alpnach getroffen.

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Ideensammlung in Alpnach für eine attraktivere Zentralschweizer Mountainbike-Szene. (Bild: Mountainbike Zentralschweiz)

Ideensammlung in Alpnach für eine attraktivere Zentralschweizer Mountainbike-Szene. (Bild: Mountainbike Zentralschweiz)

Kürzlich trafen sich die zertifizierten Mountainbike-Führer der Region zu einem Workshop in Alpnach. Der Grund: Die Zentralschweiz soll attraktiver für Mountainbiker werden. Um dies zu erreichen, arbeiten die Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri innerhalb von «Mountainbike Zentralschweiz», einem Projekt der neuen Regionalpolitik (NRP), zusammen. «Nur gemeinsam können wir zu einer der attraktivsten Bike-Regionen der Schweiz werden», sagt Thomy Vetterli, Product Manager Mountainbike-Zentralschweiz. Die NRP ist auf Bundesebene abgestützt und fördert die Entwicklung regionaler Räume.

Vetterli betonte auch, dass andere Regionen einen attraktiveren Standort für Mountainbiker bieten. Trotz der vielfältigen Landschaft in der Zentralschweiz würden noch die nötige Infrastruktur und entsprechenden Angebote fehlen, um zur Konkurrenz aufzuschliessen.

Luzern Tourismus liefert Denkanstösse

Dies soll sich nun ändern. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus verschiedenen Zentralschweizer Mountainbike-Führern, hat sich daher bereit erklärt, Massnahmen auszuarbeiten, welche die Innerschweiz für Mountainbiker zu einem erstrebenswerteren Ausflugsziel machen.

Impulse erhielten sie unter anderem vom Gastreferent Beat Wälti von Luzern Tourismus, welcher das neue Gästeportal Luzern-Vierwaldstättersee vorstellte. Das Portal ermögliche auch dem Bereich Mountainbike neue Möglichkeiten, wie etwa der Bündelung von Bike-Hotels oder herunterladbaren Fahrstrecken. Darauf möchte man nun aufbauen, denn das Ziel ist klar: «Wir möchten das Mountainbiken nachhaltig und langfristig fördern», sagt Vetterli abschliessend. (pd/stp)

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