STANS: Mauerreste aus der frühen Neuzeit gefunden

Eine von der Fachstelle für Archäologie Nidwalden organisierte Rettungsgrabung an der Nägeligasse in Stans hat frühneuzeitliche Mauern zum Vorschein gebracht.

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Die Mauerreste, die bei Ausgrabungen an der Nägeligasse 19 gefunden worden sind. (Bild pd)

Die Mauerreste, die bei Ausgrabungen an der Nägeligasse 19 gefunden worden sind. (Bild pd)

Bei einer archäologischen Rettungsgrabung in einer Baugrube im Garten der Nägeligasse 19 in Stans sind drei Mauerresten entdeckt worden, heisst es in einer Mitteilung des Staatsarchives Nidwalden.

Bei den Bauarbeiten sei mit archäologischen Überresten gerechnet worden, weshalb die kantonale Fachstelle für Archäologie eingeschaltet wurde. Die Mauerresten konnten archäologisch dokumentiert werden, bevor sie während der weiteren Aushubarbeiten zerstört wurden.

Gartenmauern eines Herrschaftssitzes
Das Gebiet der Nägeligasse gehört zum alten Siedlungskern von Stans und war bereits seit dem Mittelalter besiedelt. Laut Mitteilung ist aber über die alten Siedlungsstrukturen und die Lage der damaligen Häuser nur wenig bekannt. Immerhin weiss man, dass an der Nägeligasse 19 und auf den benachbarten Grundstücken früher ein Herrschaftssitz, das sogenannte Leuwsche Haus, gestanden hat. Während des Franzosenüberfalls 1798 brannte das Haus bis auf die Mauern ab.

Eine der gefundenen Mauerresten war laut Staatsarchiv wohl Teil der Gartenmauer des Leuwschen Hauses. Die anderen beiden stehen ungefähr an der vermuteten Lage der Hausmauern, sind aber wohl ebenfalls Gartenmauern. Es seien keine Fussböden oder Kulturschichten gefunden worden.

Sämtliche Fundgegenstände stammen aus der frühen Neuzeit, möglicherweise aus dem Abbruchschutt der Brandruine von 1798.

ana