STANS: Wie schnell darf die Feuerwehr fahren?

Gelten Verkehrsregeln auch dann, wenn man sich in einer Notsituation befindet? Das Obergericht hatte einen delikaten Fall zu beurteilen.

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«Das war der Kommandant.» «...mit Foto.» (Karikatur Jals/Neue LZ)

«Das war der Kommandant.» «...mit Foto.» (Karikatur Jals/Neue LZ)

Ein Feuerwehrkommandant aus Nidwalden hatte sich am Dienstag vor dem Obergericht zu verantworten. Die Polizei hatte ihn auf dem Weg zu einem Einsatz mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt. Der Kommandant war mit seinem Privatauto dem Feuerwehrbus gefolgt. Dabei fuhr er mit 95 statt den erlaubten 50 Stundenkilometern durch die Robert-Durrerstrasse in Stans. Die Frage, ob der Angeklagte aus einem Notstand heraus gehandelt hat, dürfte das Gericht beschäftigen.

Der Anwalt des Kommandanten sagte, dieser habe rechtmässig gehandelt, die Notstandsfahrt sei korrekt gewesen. Dem widersprach Staatsanwalt André Wolf. Ein Notstand könne nicht geltend gemacht werden, unter anderem, weil der Kommandant mit seiner Fahrt nur ein paar Sekunden herausgeholt hat. Das Urteil des Obergerichts wird nächste Woche erwartet.

Kurt Liembd

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.