Stanser Pilatus-Werke beschenken Verkehrshaus

Für das Verkehrshaus ist klar: Es möchte von allen wichtigen Pilatus-Maschinentypen ein Exemplar ausstellen.

Drucken
Teilen
Markus Bucher von den Pilatus-Werken (links) und Verkehrshaus-Direktor Martin Bütikofer betrachten die technischen Akten des P-3. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Markus Bucher von den Pilatus-Werken (links) und Verkehrshaus-Direktor Martin Bütikofer betrachten die technischen Akten des P-3. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Für Verkehrshausdirektor Martin Bütikofer war am Samstag ein glücklicher Tag. Anlässlich des Flieger-Wochenendes erhielt Bütikofer aus den Händen von Markus Bucher, CEO der Pilatus Aircraft, die technischen Akten der beiden fliegenden Oldtimer, den P-2 und den P-3. Mit der Übergabe der Dokumente gingen die beiden Flugzeuge offiziell in den Besitz des Verkehrshauses über. Der Verkehrshausdirektor bedankte sich beim Stanser Unternehmen für das grosszügige Geschenk.

Dem Fokker-Team sei Dank
Gemäss Daniel Geissmann, Leiter Sammlung des Verkehrshauses, dürften der P-2 – gebaut in 54 Exemplaren ab Ende des Zweiten Weltkrieges – und der P-3 nicht die letzten Maschinen sein, die den Weg nach Luzern finden werden. Geissmann sagt: «Unser Ziel ist, dass wir von sämtlichen wichtigen Typen der Stanser Werke ein Exemplar ausstellen können.» Mit dem P-3 steht nun das erste Flugzeug im Verkehrshaus. Die Maschine war in den 1960-er Jahren erstmalig ins Ausland exportiert worden. Käuferin der Maschinen war damals die brasilianische Marine.

Obwohl das Verkehrshaus die beiden Flugzeuge gratis erhielt, fallen für das Museum mit der Übernahme zusätzliche Kosten an. Das grosse Thema sind der Transport und der Unterhalt. Für Letzteres sorgt das so genannte Fokker-Team unter der fachkundigen Leitung von Heiri Saladin.

In Rain einquartiert
Das Fokker-Team besteht aus rund 70 Personen, meist pensionierte Angestellte der heutigen SR Technics. Diese Männer warten und reinigen die Maschinen. Die Arbeit verrichten sie ehrenamtlich. Geissmann sagt: «Für uns fallen nur Spesen an.»

Der Unterhalt der Flugzeuge wird aber nicht im Verkehrshaus durchgeführt, sondern im Rainer Zeughaus Geissbach, welches das Verkehrshaus von der Arma-Suisse im Kaufrecht übernommen hat. Geissmann sagt dazu: «Seit 1. Juli sind wir in diesem ehemaligen Zeughaus einquartiert. Für uns ist es wichtig, dass wir heute die Arbeiten konzentriert an einem Ort vornehmen können.»

eer.

Der zweite Teil des Flieger-Wochenendes findet heute zwischen 10 und 18 Uhr im Verkehrshaus statt. Filmvorführungen um 15 respektive 16 Uhr. Den ganzen Tag über besteht die Möglichkeit einer Innenbesichtigung der DC3. Um 14 Uhr gibt es eine Autogrammstunde des PC-7-Teams.