STANS/OBERDORF: Die Waffen hatte er in Waldstück versteckt

Der Diebstahl von Maschinengewehren aus zwei Schützenpanzern auf dem Waffenplatz in Stans ist geklärt: Ein 27-jähriger Schweizer hat die Tat gestanden.

Drucken
Teilen
Ein auf dem Waffenplatz Wil stationierter Piranha-Panzer. (Bild pd)

Ein auf dem Waffenplatz Wil stationierter Piranha-Panzer. (Bild pd)

Der Mann ist bei einer routinemässigen Verkehrskontrolle am vergangenen 17. November, über vier Jahre nach der Tat vom Oktober 2004 aufgeflogen. Die Verkehrs- und Sicherheitspolizei der Kantonspolizei Nidwalden fand im Kofferraum eines kontrollierten Fahrzeuges eine grosse Menge Munition und stellte diese sicher. Der Fahrzeuglenker wurde verhaftet. Die daraufhin begonnen Ermittlungen führten zu Geständnissen des 27-Jährigen ohne Migrationshintergrund. Er gestand neben dem Diebstahl von Militärgütern ab dem Waffenplatz Wil in Stans auch zwei Einbrüche in Schützenhäuser in der Nähe des Platzes.

25'000 Patronen geklaut
So waren im Schützenhaus Herdern in Ennetbürgen 2004 und im Schützenhaus Hostetten in Oberdorf 2006 insgesamt rund 25'000 Gewehrpatronen und drei Gewehre gestohlen worden. Bei dem Diebstahl ab dem Waffenplatz waren zwei Maschinengewehre und Nachtsichtgeräte sowie weitere Gegenstände aus zwei Radschützenpanzern vom Typ Piranha im Gesamtwert von rund 65'000 Franken gestohlen worden. Laut Kriminalpolizei war ein Tatzusammenhang zwischen den drei einzelnen Delikten lange Zeit nicht ersichtlich.

Der Tatverdächtige führte die Polizei schliesslich Anfang März zu einem in der Höhe von 930 Metern über Meer in einem Waldstück gelegenen Versteck mit den gestohlenen Militärgütern. Das Deliktsgut wurde dabei grösstenteils sichergestellt. Offenbar steht die Tat mit persönlichen Motiven des Täters zum Erwerb der Waffen und Gerätschaften im Zusammenhang.

Verkauf stand wohl nicht zur Debatte
Ausser dem Deliktort gebe es keinen direkten Bezug zur Schweizer Armee. So absolvierte der 27-Jährige keinen Militärdienst in der Kaserne Wil. Zudem wollte der Täter die militärischen Gerätschaften offenbar nicht verkaufen. Die vom Verhöramt des Kantons Nidwalden gemeinsam mit der Kantonspolizei Nidwalden geführten Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

ap