«Starke Stadtregion»: Abstimmungstermin bleibt

Die Projektsteuerung «Starke Stadtregion» will in den Gemeinden Luzern, Ebikon, Kriens und Adligenswil am geplanten Abstimmungstermin festhalten. Dies, obwohl in Emmen das Projekt sistiert wurde.

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«Starke Stadtregion»: In Luzern soll am 27. November über das weitere Vorgehen abgestimmt werden. (Bild: Archiv Boris Bürgisser/Neue LZ)

«Starke Stadtregion»: In Luzern soll am 27. November über das weitere Vorgehen abgestimmt werden. (Bild: Archiv Boris Bürgisser/Neue LZ)

Verstärkte Kooperation, Fusion oder Ausstieg: Die Gemeinden Ebikon, Kriens und Luzern werden am 27. November über das weitere Vorgehen im Projekt «Starke Stadtregion» abstimmen. Den Entscheid, auch nach der Sistierung durch den Einwohnerrat Emmen, an diesem Termin festzuhalten, fällte die Projektsteuerung nach Rücksprache mit den Gemeindeexekutiven. In Adligenswil soll am 29. November an der Gemeindeversammlung abgestimmt werden.

Sistierung als «Chance»

Laut Mitteilung der Projektsteuerung bedaure sie zwar den Entscheid von Emmen, erachte dies aber auch als Chance für den demokratischen Prozess. Der Emmer Einwohnerrat hatte sich in seiner Mai-Session für eine Sistierung des Projektes ausgesprochen, bis der Kantonsbeitrag bekannt ist. In der Zwischenzeit ist in Emmen eine Initiativelanciert worden, in der sich die Initianten für die Mitsprache der Bevölkerung und gegen eine Verzögerung des Prozesses aussprechen. Eine Abstimmung ist in Emmen wahrscheinlich frühestens im März 2012 möglich.

Bedenken nicht nur in Emmen

Die Projektsteuerung hatte den Schlussbericht Starke Stadtregion Luzern im März der Bevölkerung vorgestellt und die Weiterverfolgung des Szenarios Fusion empfohlen. In der Zwischenzeit hat neben dem Einwohnerrat Emmen aber auch der Gemeinderat von Adligenswil seine Bedenken geäussert und der Stimmbevölkerung den Ausstieg aus dem Projekt empfohlen. Und auch die Krienser sind laut einer Umfragedes Gewerbeverbands skeptisch.

pd/bep