STATIONIERUNGSKONZEPT: Luzerner Regierung kritisiert Armee

In der Stellungnahme zum Stationierungskonzept der Armee kritisiert die Luzerner Regierung die unvollständigen Vernehmlassungsunterlagen. Sie fordert verbindliche Angaben zu den Flügen sämtlicher Flugzeugtypen. Auch dürfe die Lärmbelastung in Emmen nicht ansteigen.

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Ein Deutscher Kampfflieger bei einem Testflug in Emmen vor ein paar Jahren. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Ein Deutscher Kampfflieger bei einem Testflug in Emmen vor ein paar Jahren. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

In der am Montag veröffentlichten Stellungnahme hält die Luzerner Regierung fest, dass man auch auf Nachfrage hin beim Bund keine weiteren Informationen erhalten habe. Präzise und verbindliche Angaben zu den Flugbewegungen seien aber für den Kanton Luzern unabdingbar.

Konkret gehe es unter anderem um die Auswirkungen der geplanten Schliessung des Flugplatzes Sitten oder um die Lärmbelastung durch die allfällige Stationierung der Gripen-Kampfflugzeuge in Emmen, schreibt die Luzerner Regierung.

Klar ist für den Regierungsrat, dass die Lärmbelastung des Flugplatzes Emmen durch das neue Stationierungskonzept auf keinen Fall ansteigen darf. Ebenso müsse an einer Pistensperre von minimal vier Wochen während den Sommerferien sowie einem reduzierten Flugbetrieb während weiterer zwei Wochen festgehalten werden.

Die Luzerner Regierung wird in ihrer Forderung nach präziseren und verbindlicheren Angaben zum Stationierungskonzept auch von den andern Zentralschweizer Kantonen unterstützt.

Diese warnen auch vor allfälligen Nachteilen für die Zentralschweiz. Mit dem letzten Stationierungskonzept seien viele wertvolle Arbeitsplätze in der Region verloren gegangen. Deshalb sei vordringlich, dass die heute bestehenden Arbeitsplätze erhalten bleiben. (sda)