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Steht der neue Ökihof der Metro Luzern im Weg?

Auf dem Sedel entsteht ein neues Recycling-Center. Die Initianten der Schwanenplatz-Metro sind darüber gar nicht erfreut. Denn auf dem Grundstück soll dereinst die Metrostation mitsamt Parkhaus Platz finden.
Robert Knobel
Visualisierung der Metro-Station mit Parkhaus in der Reussegg. (Bild: PD)

Visualisierung der Metro-Station mit Parkhaus in der Reussegg. (Bild: PD)

Der Entsorgungsverband Real plant für 18 Millionen Franken ein neues Recycling-Center auf dem Sedel. Dieses soll den bisherigen Ökihof in Emmenbrücke ersetzen (wir berichteten). Bereits 2019 sollen die Bauarbeiten starten. Doch für das Grundstück direkt neben der Autobahn-Verzweigung Rotsee gibt es noch andere Interessenten: Die Initianten einer unterirdischen Schwanenplatz-Metro planen genau dort die Endstation mitsamt Parking. Entsprechend verärgert ist man über die Baupläne von Real.

«Es gäbe besser geeignete Standorte für ein Recycling-Center, auch im Gebiet Ibach», findet Marcel Sigrist vom Projektteam Metro Luzern. Der Grund für die Standortwahl liege wohl einfach darin, «dass das Areal der Real gehört und die Stadt Luzern für einen andern Standort im Ibach nicht Hand bietet.» Tatsächlich haben die Metro-Initianten bereits 2013 versucht, mit der Real über das betreffende Grundstück im Gebiet Reussegg zu verhandeln, allerdings ohne Erfolg.

Gemäss Sigrist hat sich die Ausgangslage inzwischen aber verändert. Im vergangenen Sommer wurde nämlich in der Stadt Luzern eine Volksinitiative eingereicht, welche die nähere Prüfung einer unterirdischen Schnellbahn verlangt. Solange diese Initiative hängig ist, müsste die Überbauung des Grundstücks sistiert werden, findet Sigrist. Dies umso mehr, als die Initiative auch verlangt, dass die Stadt das für die Metrostation vorgesehene Grundstück vorsorglich erwirbt oder zumindest sichert.

So soll das Recycling-Center aussehen. (Visualisierung: PD)

So soll das Recycling-Center aussehen. (Visualisierung: PD)

Borgula: Alle Optionen bleiben offen

«Die Pläne für eine allfällige Metrostation oder ein Parkhaus sind uns bewusst», sagt der Luzerner Stadtrat Adrian Borgula (Grüne), welcher die Stadt im Real-Vorstand als Delegierter vertritt. Obwohl der Stadtrat die Metro zum heutigen Zeitpunkt ablehnt, würde das Recycling-Center eine allfällige spätere Umnutzung nicht verunmöglichen. «Das Center ist so konzipiert, dass es an einem anderen Ort wieder aufbaubar ist, wenn dereinst der Platz für ein anderes öffentliches Interesse von ausserordentlicher Bedeutung genutzt werden sollte», sagt Borgula.

Vorerst sei das Grundstück aber absolut ideal für ein Recycling-Center. Komme hinzu, dass eine Metro-Station mitsamt Parkhaus dem Bau des Bypasses im Weg stehen würde. Für den Bau der Autobahnumfahrung werden ab 2025 nämlich auch Flächen in der Reussegg benötigt. Das geplante Recycling-Center sei dabei gerade noch klein genug, um die Bauarbeiten nicht zu tangieren, so Borgula.

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