Steinbock-Abschuss empört Touristen

Es gibt wieder mehr Steinböcke im Pilatus-Gebiet. Deshalb greifen Jäger ein – obwohl die Tiere in der Schweiz geschützt sind.

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Auf dem Pilatus dürfen wieder Steinböcke geschossen werden. (Bild: PD)

Auf dem Pilatus dürfen wieder Steinböcke geschossen werden. (Bild: PD)

Wanderer und Pilatus-Touristen haben am Freitag nicht schlecht gestaunt, als in unmittelbarer Nähe des Hotels Pilatus-Kulm ein ausgewachsener, gesunder Steinbock geschossen wurde. Viele Pilatus-Angestellte und Gäste seien gar «empört» gewesen und hätten die Welt nicht mehr verstanden, berichtet uns ein Augenzeuge.

Peter Lienert, Leiter des Obwaldner Amts für Wald und Landschaft, bestätigt den Abschuss vom Freitag und hält fest, dieser sei «völlig korrekt nach der Verordnung über die Regulierung von Steinbockbeständen» ausgeführt worden. Denn: Seit 2011 dürfen am Pilatus wieder gesunde Steinböcke erlegt werden. Nachdem die Population Ende der Neunzigerjahre auf rund 60 Tiere geschrumpft war, wurden höchstens noch kranke oder verletzte Tiere geschossen. 2011 lebten aber wieder fast 120 Steinböcke im Pilatus-Gebiet. «Ideal ist eine Population von 100 bis 110», sagt Peter Lienert.

Bild: Roger Grütter/Neue LZ
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Ein Steinbock, fotografiert am Pilatus. (Bild: Leser Emil Birrer)
Beim Aufstieg zum Tomlishorn am 8. Juli entdeckt. (Bild: Leserin Vroni Wey)
Beim Aufstieg zum Tomlishorn am 8. Juli entdeckt (Bild: Leserin Vroni Wey)
Beim Aufstieg zum Tomlishorn am 8. Juli entdeckt (Bild: Leserin Vroni Wey)
Bild: Pierre Burkhardt
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Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ
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Die 1. Aussetzung im Jahre 1961 am Pilatus. (Bild: Amt für Wald und Landwirtschaft des Kantons Obwalden)
Die 1. Aussetzung im Jahre 1961 am Pilatus. (Bild: Amt für Wald und Landwirtschaft des Kantons Obwalden)
Die 1. Aussetzung im Jahre 1961 am Pilatus. (Bild: Amt für Wald und Landwirtschaft des Kantons Obwalden)
Die 1. Aussetzung im Jahre 1961 am Pilatus. (Bild: Amt für Wald und Landwirtschaft des Kantons Obwalden)

Bild: Roger Grütter/Neue LZ

Dass auf dem Pilatus vor den Augen der Touristen Jagd auf Steinböcke gemacht wurde, findet André Zimmermann, CEO der Pilatus-Bahnen, «unglücklich». Er habe mit den Beteiligten danach das Gespräch gesucht. Auch Peter Lienert räumt ein, dass es für viele Menschen wohl nicht einfach zu verstehen sei, dass Jagd auf gesunde Steinböcke gemacht wird.

Robert Knobel

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