Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STERBEFASTEN: Studie in der Schweiz

Ab sieben Tagen bewussten «Fastens» von Sterbepatienten spricht man von «Sterbefasten». Bei den meisten dauert es drei Wochen, bis sie sterben. In der Regel verspürt ein sterbender Mensch in seinen letzten Tagen keinen Hunger mehr. Der Geruchssinn schwindet, nichts schmeckt mehr. Der Körper verlangt nicht mehr, was er nicht länger braucht. Derzeit befragt André Fringer, Professor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in St. Gallen, in einer schweizweiten Studie Hausärzte, Spitex-Mitarbeiterinnen und Langzeitpflegeinstitutionen zu ihren Erfahrungen. «Wir wollen wissen, wie häufig das Sterbefasten vorkommt. Betrachten es die Befragten als etwas Natürliches oder als Suizid?»

Ethische Fragen thematisierte 2015 eine deutsche Umfrage unter 255 Ärzten, die das Sterbefasten rechtlich einordneten und ethisch bewerteten, wie die «Frankfurter Rundschau» schreibt. «Das Ausmass der Zustimmung machten die Ärzte stark von der Situation des Patienten abhängig: Alt, einsam, depressiv, aber nicht schwer körperlich beeinträchtigt – das scheinen für die meisten Mediziner Ausschlusskriterien zu sein.» Breite Zustimmung habe das Sterbefasten als letzte Möglichkeit für unheilbar und schwer erkrankte Menschen gefunden.
Auch Spitäler und Pflegeinstitutionen beschäftigen sich zunehmend mit dem Thema. Laut Fringer hat jüngst ein Zentralschweizer Pflegeheim ein Ethikkonzept für den Umgang mit dem Sterbefasten erarbeitet. (cpm)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.