Steueramnestie schenkt Millionenbeträge ein

Steuerhinterzieher, die sich selber angezeigt haben, zahlten im letzten Jahr 12,5 Millionen Franken an Nachsteuern. Vor allem ältere Personen meldeten sich.

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Neben den Einnahmen muss auch das Vermögen deklariert werden. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Neben den Einnahmen muss auch das Vermögen deklariert werden. (Bild: Archiv/Neue LZ)

12,5 Millionen Franken: Diesen stolzen Betrag hat der Kanton Luzern  im Jahr 2012 eingenommen dank Personen, die in den letzten Jahren ihre Vermögenswerte in der Steuererklärung nicht deklariert und sich nun selber angezeigt haben. Total waren dies im letzten Jahr 262 Personen; sie profitieren nun von einer Steueramnestie (siehe Kasten) und können ihr Vermögen ohne Busse nachsteuern.

Ein Steuerpflichtiger allein hat dem Kanton Luzern einen Betrag von 5,9 Millionen Franken zu zahlen. Wer diese Person ist und in welcher Gemeinde sie wohnhaft ist, geben die Behörden mit dem Hinweis auf das Steuergeheimnis nicht preis.

Schlechtes Gewissen?

Nicht nur Luzern profitiert von der Steueramnestie. Auch in den anderen Zentralschweizer Kantonen werden die öffentlichen Kassen durch Nachsteuern gefüllt. Gemäss den Steuerverwaltungen sind es auffällig viele ältere Personen, die dem Fiskus ihre bislang verschwiegenen Vermögenswerte aufzeigen. «Vielleicht haben die älteren Leute ihr ganzes Leben lang gespart, und jetzt plagt sie ihr schlechtes Gewissen», sagt Erwin Marti von der Luzerner Dienststelle Steuern.

Christian Bertschi

Straffrei seit 2010

Seit dem 1. Januar 2010 gilt in der Schweiz ein neues Gesetz. Wer sich selber der Steuerhinterziehung bezichtigt, geht straffrei aus. Er muss allerdings die Nachsteuern über einen Zeitraum von zehn Jahren mit Zinsen bezahlen. Unter Steuerhinterziehung versteht man nicht deklarierte und daher auch nicht versteuerte Vermögenswerte. Im Steuerrecht wird zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug unterschieden. Steuerbetrug passiert mit gefälschten Urkunden. Dies wird mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet. cb

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