Steuerausgleich statt Standortwettbewerb

Siedelt sich künftig in Luzern, Kriens oder Horw eine Firma an, sollen auch die anderen Gemeinden profitieren. Die Idee des Gemeindeverbands birgt Zündstoff.

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Geht es nach dem Gemeindeverband, sollen sich Gemeinden in Steuerfragen die Hand reichen. (Symbolbild Manuela Jans / Neue LZ)

Geht es nach dem Gemeindeverband, sollen sich Gemeinden in Steuerfragen die Hand reichen. (Symbolbild Manuela Jans / Neue LZ)

Gemeinden, in denen sich neue Unternehmen ansiedeln, sollen einen Teil der dadurch entstehenden Steuereinnahmen mit Partnergemeinden teilen. So lautet die Theorie eines Modells, das der Gemeindeverband Luzern Plus näher prüfen will.

Gemeinden sind interessiert

Laut Geschäftsführer Kurt Sidler sollen so in Zukunft mögliche Konflikte zwischen den Gemeinden gelöst werden, falls sich der Standortwettbewerb weiter verschärfe. Einige Gemeinde- und Stadträte sind grundsätzlich an diesem sogenannten Steuerkoordinationsmodell interessiert, wie eine Umfrage zeigt. Einen ähnlichen Weg hat bereits die Region Delsberg/JU eingeschlagen.

Noch viele Fragen offen

So Erfolg versprechend die Idee auf den ersten Blick auch scheint – sie wirft auch viele Fragen auf. Das beginnt schon bei der Ausarbeitung. Könnten sich die Gemeinden überhaupt auf einen Verteilschlüssel einigen? Welche Vorteile hätten Gemeinden mit mehr Baulandreserven als andere? Und inwiefern sollen die Investitionskosten eine Rolle spielen; etwa für die Erschliessung neuer Gewerbegebiete?

Kurt Sidler sagt, dass die Idee des Steuerkoordinationsmodells erst grob untersucht worden und eine unter vielen Varianten sei, um die Zusammenarbeit der Gemeinden in Zukunft zu gestalten.

Alexander von Däniken

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