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STEUERN: Luzerner melden 15,5 Millionen Franken unversteuerte Einkünfte

495 Luzerner haben sich 2017 selbst angezeigt, so viele wie noch nie. Dennoch brachten die reuigen Steuersünder dem Staat mit 15,5 Millionen Franken weniger Einnahmen als im Vorjahr (16,3 Millionen Franken).
Die Zahl der Steuersünder hat im Kanton Luzern im vergangenen Jahr zugenommen (Symbolbild). (Bild: Simbolbild: Keystone)

Die Zahl der Steuersünder hat im Kanton Luzern im vergangenen Jahr zugenommen (Symbolbild). (Bild: Simbolbild: Keystone)

Im vergangenen Jahr sind 495 (Vorjahr 421) Selbstanzeigen von Steuerpflichtigen fakturiert worden, wie die Dienststelle Steuern des Kantons Luzern mitteilt. Die daraus resultierenden Erträge für Bund, Kanton und Gemeinden sind 2017 mit 15,5 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr (16,3 Millionen Franken) leicht zurückgegangen. Sie liegen aber deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2010-2016.

Instrument der Selbstanzeige wird rege genutzt

Die Möglichkeit, einmal im Leben eine straflose Selbstanzeige einzureichen und damit nicht deklarierte Einkommen und Vermögen zu melden, besteht landesweit seit 2010. Dabei müssen die Steuerpflichtigen die Nachsteuer samt Zins auf maximal zehn Jahre zurück bezahlen (in Erbschaftsfällen für die letzten drei vor dem Todesjahr abgelaufenen Steuerperioden). Sie erhalten aber keine Busse.

Die selbstangezeigten Vermögenswerte und die daraus fliessenden Erträge werden damit nachhaltig der ordentlichen Besteuerung zugeführt. Das heisst, sie tauchen auch in künftigen Steuererklärungen auf.

Die meisten Selbstanzeigen betrafen wie in den Vorjahren natürliche Personen, die zum Beispiel nicht angegebene Nebenbeschäftigungen oder Renten und insbesondere Vermögen sowie Erträge aus nicht deklarierten Wertschriften, Konten oder Liegenschaften meldeten.

Auffällig viele Fälle betreffen ausländische Geldkonten oder ausländische Liegenschaften. Bei der Meldung dieser Fälle dürfte laut Mitteilung die Einführung des automatischen Informationsaustausches (AIA) nochmals eine Rolle gespielt haben. Wenige der erledigten Fälle betrafen juristische Personen.

Im Rahmen der Einführung des automatischen Informationsaustausches erfolgen im Jahr 2018 erstmals rückwirkend für das Kalenderjahr 2017 entsprechende Meldungen ausländischer Steuerbehörden an die Schweiz. Sobald eine schweizerische Steuerbehörde im Besitz einer Meldung ist, kann vom Instrument der straflosen Selbstanzeige nicht mehr Gebrauch gemacht werden. Wer unversteuerte Werte besitzt, dem bleibt nicht mehr viel Zeit, diese straffrei zu deklarieren.

pd/zim

Bild: Tabelle: Dienststelle Steuern

Bild: Tabelle: Dienststelle Steuern

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