STEUERSÜNDER: 381 Selbstanzeigen im Kanton Luzern

Der Kanton Luzern hat im vergangenen Jahr 381 Selbstanzeigen von reuigen Steuersündern erledigt. Dem Kanton und den Gemeinden flossen deshalb total 6,7 Millionen Franken Nachsteuern zu. Weitere 1,7 Millionen Franken gingen an den Bund.

Drucken
Teilen
Die Zahl der Selbstanzeigen nahm in der Zentralschweiz zu (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Die Zahl der Selbstanzeigen nahm in der Zentralschweiz zu (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Während die Fallzahl nur leicht rückläufig war, gingen die Erträge für Kanton und Gemeinden von 10,6 auf 6,7 und für den Bund von 2,5 auf 1,7 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück, wie die Dienststelle Steuern am Montag mitteilte.

Die Erträge aus den Selbstanzeigen 2015 liegen damit knapp 30 Prozent unter dem Mittel der Jahre 2010 bis 2014. Unter den straflosen Selbstanzeigen habe es auch "grosse Fälle", heisst es. So musste ein Steuerpflichtiger 2015 mehr als eine Million Franken an Nachsteuern bezahlen.

Seit der Einführung der straflosen Selbstanzeigen wird dieses Instrument im Kanton Luzern rege genutzt. Die Dienststelle Steuern führt dies auf verschiedene Ursachen zurück. Unter anderem würden Steuerhinterziehungen von der Gesellschaft nicht mehr als Kavaliersdelikt betrachtet, sondern zunehmend als schädliches Verhalten geächtet, heisst es.

Die Möglichkeit, einmal im Leben eine straflose Selbstanzeige einzureichen und damit nicht deklarierte Einkommen und Vermögen zu melden, besteht in der Schweiz seit 2010. Dabei müssen die Steuerpflichtigen die Nachsteuer auf maximal zehn Jahre zurück bezahlen, erhalten aber keine Busse.

Die meisten Selbstanzeigen betrafen wie in den Vorjahren natürliche Personen, heisst es weiter. Nur wenige der erledigten Fälle betrafen juristische Personen. (sda)