STIPENDIENWESEN: SP fordert Verschiebung der Abstimmung

Gut sechs Wochen vor der Abstimmung, die Unterstützung für Studierende teilweise an Private auszulagern, fordert die SP, den Urnengang zu verschieben. Grund dafür ist der Konkurs der zentralen Geschäftsstelle.

Drucken
Teilen
Und nun wohin? Die Anlaufstelle, die Studenten zu Darlehen hätte verhelfen sollen, ist konkurs. Das Luzerner Stipendienwesen muss gemäss SP neu diskutiert werden. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)

Und nun wohin? Die Anlaufstelle, die Studenten zu Darlehen hätte verhelfen sollen, ist konkurs. Das Luzerner Stipendienwesen muss gemäss SP neu diskutiert werden. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Über den Verein Studienaktie und dessen Tochterfirma Edupreneurs AG hätten Studierende Darlehen bei interessierten Privaten aufnehmen können. Doch die Edupreneur AG meldete am 26. März Konkurs an. Wie die SP des Kantons Luzern in einer Mitteilung vom Freitag schreibt, fehle damit für eines der Kernstücke der Stipendiengesetzrevision ein entsprechender Dienstleistungserbringer.

Man sei «zwar erfreut, dass damit die Kommerzialisierung des Stipendienwesens gestoppt ist.» Trotzdem sei die SP über die weitere Entwicklung besorgt. Dem Stimmvolk werde eine Vorlage präsentiert, die in einem zentralen Bereich unterdessen obsolet geworden sei.

Abstimmung vertagen?

In Unkenntnis der neusten Entwicklung hat etwa die FDP am Mittwoch bereits die Abstimmungsparole zum Stipendiengesetz gefasst.Es dränge sich die Frage auf, ob die Abstimmung nicht besser verschoben würde.

Wie die SP des Kantons Luzern in ihrer Mitteilung weiter schreibt, habe sie bereits eine entsprechende Anfrage eingereicht. Eine erneute Debatte über das Gesetz sei dingend notwendig. Dies sei nur möglich, wenn die Abstimmung vorerst verschoben wird, so die SP.
 
pd/kst