Strafanzeige gegen den Kantonstierarzt?

Tierschützer nehmen den Luzerner Kantonstierarzt ins Visier. Sie werfen ihm Amtspflichtverletzung vor und wollen gar rechtlich gegen ihn vorgehen.

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Glückliche Kühe auf einer Weide - nicht alle Tiere werden so gut gehalten. (Bild: Richard Greuter/Neue NZ)

Glückliche Kühe auf einer Weide - nicht alle Tiere werden so gut gehalten. (Bild: Richard Greuter/Neue NZ)

Die Tierschutzorganisation Stiftung für das Tier im Recht ist unzufrieden mit der Tierschutzpraxis im Kanton Luzern. Und erwägt deswegen sogar, Strafanzeige gegen den Luzerner Kantonstierarzt Josef Stirnimann einzureichen. Der Grund: In Luzern würden zu wenig Verstösse gegen die Tierschutzgesetzgebung zur Anzeige gebracht. 2009 waren es gerade noch sieben Verfahren, die eingeleitet wurden.

Dabei würde es sich bei solchen Verstössen um Offizialdelikte handeln, die von Amtes wegen zur Anzeige gebracht werden müssten. Der Luzerner Kantonstierarzt setzt derweil auf eine andere Strategie: Tierschutzfälle werden hier als Verwaltungsverfahren abgehandelt. Diese Arbeitsauffassung widerspreche nicht nur dem Offizialcharakter, der sämtlichen Tierschutzwidrigkeiten zukommt, sondern auch der im Tierschutzgesetz für vorsätzlich begangene Delikte ausdrücklich vorgesehenen Anzeigepflicht der Tierschutzvollzugsinstanzen.

Jürg Auf der Maur

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.