Strafanzeige gegen «Himmelrich»-Mieter

Um die Eigentumsverhältnisse der Anlagen des Hotels Himmelrich in Kriens und des Hotels Flora in Vitznau tobt ein erbitterter Kampf. Ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

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Das «Himmelrich» oberhalb von Kriens. (Archivbild / Neue LZ)

Das «Himmelrich» oberhalb von Kriens. (Archivbild / Neue LZ)

Es geschah am vergangenen 18. Februar, als sich eine Gruppe von Geschäftsleuten in der Kanzlei eines Luzerner Anwaltes traf. Mitten in der Fasnachtszeit ging es an diesem späten Samstagnachmittag um viel, nämlich um die Regelung der Miet- und Eigentumsverhältnisse von zwei Immobilien, die in ihren Blütezeiten in den Gemeinden Kriens und Vitznau zu den Stützen der touristischen Infrastruktur zählten. Mit Namen: das Hotel Himmelrich beziehungsweise das Hotel Flora.

Über den Tisch gezogen?

Wie zahlreiche andere Grundstücke gehören gemäss Grundbuch sowohl das «Himmelrich» als auch das «Flora» zum Besitzstand der Kingbow Holding AG, laut Handelsregister eine in Cham domizilierte Immobilienfirma. Beim Termin an jenem 18. Februar war die Kingbow nur mit einer Person vertreten, der damals einzigen Verwaltungsrätin. Und dieser Dame und ihrem Gesundheitszustand kommt im aktuellen Rechtsstreit eine zentrale Rolle zu. Denn gemäss Aussage eines der Kingbow-Anwälte soll die Frau in völliger Unkenntnis des Sachverhaltes von der Gegenpartei regelrecht überrumpelt und über den Tisch gezogen worden sein.

Konkret geht es um vier Verträge, die von beiden Parteien unterzeichnet wurden. Das sind sowohl fürs «Himmelrich» wie auch fürs «Flora» je ein Miet- sowie ein Kaufrechtsvertrag. Psychisch sei die Frau damals, so der Kingbow-Rechtsvertreter, gar nicht in der Lage gewesen, ein solches Geschäft abzuwickeln. Ein entsprechendes ärztliches Gutachten soll diese These stützen. Ein weiterer Kritikpunkt seitens der Kingbow: Das Geschäft sei abgewickelt worden, ohne dass vorher jemals ein Vertragsentwurf vorgelegen habe. Um den ganzen Deal rückgängig zu machen, muss sich nun auch die Justiz mit der Materie befassen. Vor wenigen Tagen ging bei der Luzerner Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige ein.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.