STRAFVOLLZUG: Schwerwiegende Justizpanne in Luzern

Ein Mörder verbüsst seine Strafe im offenen Vollzug – und erhält regelmässig Urlaub. Fünf Mal vergeht er sich an Frauen, bevor er gefasst wird.

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Der Fall ist einzigartig und gravierend: Ein 25-jähriger Schweizer, der in Deutschland wegen Raubmordes verurteilt und später in die Schweiz überstellt worden war, wird von den Luzerner Justizbehörden in den offenen Vollzug in der Strafanstalt Wauwilermoos eingewiesen.

Dort erhält er regelmässigen Urlaub, um in Schüpfheim die Landwirtschaftliche Schule zu besuchen. Fünf Mal vergeht er sich Ende 2007 und Anfang 2008 in Willisau und Schüpfheim an Frauen zwischen 13 und 41 Jahren. Besonders pikant: Der Mann war auch wegen eines Sexualdeliktes in der Schweiz vorbestraft.

«Es handelt sich um eine Fehleinschätzung des damaligen Sachbearbeiters», sagt Andreas Naegeli, stellvertretender Leiter der Diensstelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug und gleichzeitig Direktor der Strafanstalt Wauwilermoos. Justizdirektorin Yvonne Schärli war am Freitag nicht in der Lage, eine Stellungnahme abzugeben.

Thomas Oswald

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.