STRASSEN: Der Bundesrat sagt generell Ja zum Bypass Luzern

Der Luzerner Bypass hat die generelle Zustimmung des Bundesrats erhalten. Das Strassenbauprojekt soll das Kapazitätsproblem der Autobahnen in der Agglomeration lösen. Der Bund sieht die volle Wirkung des Projekts erst, wenn auch die Spange Nord realisiert wird.

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Blick auf das Portal des Sonnenbergtunnels der Autobahn A 2. Mit dem Bypass soll hier ein zweites Portal mit vier Fahrspuren entstehen. (Bild Nadia Schärli)

Blick auf das Portal des Sonnenbergtunnels der Autobahn A 2. Mit dem Bypass soll hier ein zweites Portal mit vier Fahrspuren entstehen. (Bild Nadia Schärli)

Der Bundesrat hat am Mittwoch dem generellen Projekt zum Gesamtsystem Bypass Luzern zugestimmt. Das geht aus einer Mitteilung vom Mittwoch hervor. Der Bypass Luzern soll den Kapazitätsengpass im Nationalstrassennetz im Raum Luzern beheben. Gemäss der bundesrätlichen Mitteilung überlagern sich auf den Autobahnen A14 und A2 im Raum Luzern der Transit- und der Agglomerationsverkehr. Die betroffenen Autobahnabschnitte seien dadurch heute oft überlastet.

Das Gesamtsystem Bypass Luzern, das durch den Bund geplant und finanziert wird, soll dieses Kapazitätsproblem lösen.  Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund 1,7 Milliarden Franken. Voraussetzung für eine Realisierung sei eine ausreichende Finanzierung im Rahmen der NAF-Vorlage, schreibt der Bundesrat.

Der Bypass Luzern besteht laut Mitteilung aus vier Teilprojekten. Dazu gehören der Ausbau Nord mit der Erweiterung der Autobahn zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain von vier auf sechs Spuren, ein neuer Tunnel mit zwei zweispurigen Röhren – der eigentliche Bypass – der heutige Cityring mit den Tunneln Reussport und Sonnenberg, der künftig als Stadtautobahn dienen wird, sowie die Ergänzung Süd, wo künftig drei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen werden.

Beim Anschluss Luzern-Kriens wird das Lärmschutzbauwerk verlängert. In Zukunft wird zwischen den Verzweigungen Rotsee und Luzern eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern signalisiert werden.

Spange Nord spielt eine Rolle

Parallel zum Bypass Luzern plant der Kanton Luzern die Spange Nord als zusätzliche städtische Hauptverkehrsachse, welche den Verkehr im neuen Anschluss Lochhof auf den Cityring lenken wird. Dank der Verlegung des Verkehrs auf die Spange Nord und die Stadtautobahn werden im Stadtzentrum von Luzern durchgehende Busspuren von Kriens Kupferhammer bis zum Luzernerhof möglich. Die Spange Nord erhöht den Nutzen des Bypasses Luzern.

Die Bauzeit für das Gesamtsystem Bypass Luzern wird rund zehn Jahre in Anspruch nehmen. Der Baubeginn ist für 2025 geplant. Er ist nach Angaben des Bundesrats abhängig von den notwendigen Bewilligungen sowie der Priorisierung der Engpassbeseitigungsprojekte durch das Parlament. Dabei wird der Fortgang des kantonalen Projekts Spange Nord berücksichtigt werden.

pd/cv

<strong>Lesen Sie mehr in der Ausgabe vom 17. November </strong>

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