STRASSEN: Langes Warten auf Velowege

Gemäss Gesetz sollten die geplanten Velorouten bis Ende 2014 zu 90 Prozent gebaut sein. Davon ist Luzern weit entfernt.

Luzia Mattmann
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Auch bei Buttisholz müssen Velofahrer weiterhin auf einen sicheren Radweg warten. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Auch bei Buttisholz müssen Velofahrer weiterhin auf einen sicheren Radweg warten. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Luzern hat es gesetzlich festgehalten: Bis Ende 2014 sollen 90 Prozent der geplanten Radrouten gebaut sein. Mit dem Entwurf für das neue Strassenbauprogramm kann das Gesetz aber nicht eingehalten werden: bis Ende 2014 wären damit gerade mal 67 Prozent der geplanten Velowege gebaut. Beat Hofstetter, Abteilungsleiter Planung Strassen bei der Abteilung Verkehr und Infrastruktur des Kantons, bestätigt: «Die gesetzliche Vorgabe kann mit dem geplanten Bauprogramm nicht erfüllt werden.»

Kosten-Nutzen als Kriterium

Warum erfüllt man die gesetzliche Grundlage nicht? «Die Regierung muss bei der Erstellung des Bauprogrammes verschiedene Kriterien beachten. Das Radroutenkonzept ist eines, die des Kosten-Nutzen Verhältnisses zum Beispiel ist ein anderes Kriterium», sagt Hofstetter. Zudem habe der Kantonsrat mit der Ergänzung des Radroutenkonzeptes im 2009 zusätzlich 54 Kilometer Radverkehrsanlagen ins Radroutenkonzept aufgenommen. Die Gesamtlänge wird damit von 361 auf 415 Kilometer erhöht, was einer Zunahme von 15 Prozent entspricht. Radverkehrsanlagen werden zusammen mit einem Kantonsstrassenprojekt, koordiniert mit einer Strassensanierung oder als eigenständiges Projekt realisiert. «Für die Umsetzung der Radverkehrsanlagen gelten die Prioritäten des Radroutenkonzeptes», sagt Hofstetter.